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Ein Monat vergeht selten so, wie man ihn geplant hat.

(Jedenfalls ist das in meinem Leben der Fall.)

An die großen Ereignisse erinnern wir uns sofort.
Aber die Gedanken, die wirklich etwas bewegen, sind meistens leiser.

Ein Satz aus einem Gespräch.
Eine kleine Beobachtung im Alltag.
Ein Gedanke, der plötzlich auftaucht und sich weigert zu gehen.

Ich merke immer wieder: Manche Gedanken setzen sich still neben uns.
Und wenn wir ihnen keinen Platz geben, verschwinden sie wieder zwischen Terminen, Projekten und To-do-Listen.

Deshalb entstehen hier meine 7 Gedanken eines Monats.

Nicht die wichtigsten.
Nur die, die geblieben sind.

Du willst auch bei diesem 7-Gedanken-Rückblick mitmachen?

Dann findest Du hier eine Anleitung inkl. Vorlage.

(Die Du natürlich so anpassen kannst, wie es zu Dir und Deiner Gedankenwelt passt.)

Dieser Monat hat mir an mehreren Stellen leise den Spiegel hingehalten.

Zum Beispiel bei der Frage, ob ich eigentlich genug angespannt bin – oder einfach nur beschäftigt. Bei einem Blumenstrauß vom Discounter, der plötzlich mehr ausgelöst hat als gedacht. Und bei einem Satz, der mich daran erinnert hat, dass nicht alles schneller gehen muss.

Ich habe gemerkt, wie oft ich Dinge für wichtig halte, die es vielleicht gar nicht sind. Und wie viel klarer sich manches anfühlt, wenn ich einfach nur eine Frage zulasse.

Hier sind meine sieben Gedanken für April 2026.

Gedanke 1 – Anspannung und Entspannung

Ich habe in einem Kurs einen Gedanken gehört, der mich seitdem begleitet:

Wir kommen nur dann wirklich in unsere Schöpferkraft, wenn wir in Balance zwischen Anspannung und Entspannung sind.

Fifty-fifty.

Wie ein Muskel.
Er wächst nicht durch Daueranspannung.
Und auch nicht durch permanentes Ausruhen.
Sondern durch das Zusammenspiel aus beidem.

Und dann kam mein eigenes kleines upsi:

Ich habe gemerkt, dass ich von beidem zu wenig habe.

Zu wenig echte, klare Anspannung.
Und zu wenig bewusste Entspannung.

Stattdessen oft dieses Dazwischen.
Ein bisschen arbeiten.
Ein bisschen abgelenkt sein.
Ein bisschen Pause – aber nicht wirklich.

Also habe ich wieder angefangen, genauer hinzuschauen.

Für mehr Anspannung bedeutet das für mich:
Arbeitsumfeld aufräumen.
Ablenkungen reduzieren.
Ungenutzte Tabs schließen (hallo Gmail!!).
Das Handy bewusst aus dem Raum legen.

Und für mehr Entspannung:
Mehr Bewegung.
Mehr Stille.
Mehr Momente ohne Input.

Spazierengehen ohne Podcast.
Einfach nur gehen.

Und im April 2026 manchmal auch so:

Ausblick vom Berg in Flachau, Österreich. Hier durften in der Stille einige neue Linda-Gedanken entstehen.

Ruhe und Bewegung gleichzeitig.
Und plötzlich fühlt sich beides wieder stimmig an.

Gedanke 2 – Nicht alles ist wichtig

Ein Satz hat mich diesen Monat nicht losgelassen:

Nicht alles ist wichtig.

Als Solopreneurin fühlt es sich oft anders an.

Blogartikel schreiben.
Newsletter versenden.
Neue Angebote entwickeln.
Bestehende Kundinnen begleiten.
Affiliate-Strukturen aufbauen.
SEO optimieren.
Buchhaltung.

Gefühlt ist alles gleichzeitig wichtig.

Aber ist das wirklich so???

Ich glaube: Die meisten Dinge sind keine Pflicht.
Sondern Entscheidungen.

Und genau das verändert etwas.

Weg von „Ich muss“.
Hin zu „Ich entscheide“.

Ich habe angefangen, mich stärker am Pareto-Prinzip zu orientieren.

Welche Aufgaben bringen wirklich etwas in Bewegung?

Und welche halten mich nur beschäftigt?

Weniger.
Aber besser.Das klingt simpel.
Und ist gleichzeitig eine tägliche Entscheidung.

Gedanke 3 – Tulpen-Erkenntnis

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die wir uns selbst nicht erlauben.

Ich war bei Aldi.

Und wie so oft stand ich vor den Blumen.

Tulpen nehme ich fast immer mit.
Und dann sehe ich jedes Mal den Eukalyptus.
Und das Schleierkraut.

Und jedes Mal denke ich:
Ach, die Tulpen reichen.

Und jedes Mal sage ich:
Nein. Die Tulpen reichen.

Letzte Woche habe ich es anders gemacht.

Ich habe alle drei mitgenommen.

Zu Hause stand dann diese bunt gemischte Vase auf unserem Esstisch.

Und jedes Mal, wenn ich daran vorbeigegangen bin, war da dieses Gefühl:

Freude.

Seitdem weiß ich:
Das kommt jetzt öfter mit in den Einkaufswagen.

Gedanke 4 – Wann bin ich endlich fertig?

„Erschaffen ist ewige Geduld.“
– Michelangelo

Dieser Satz hat mich diesen Monat an mehreren Stellen eingeholt.

Vielleicht kennst Du diesen Gedanken:

Wann bin ich endlich fertig?

Wann ist mein Business so aufgestellt, dass alles läuft?
Dass keine Probleme mehr auftauchen?
Dass alles einfach funktioniert?

Meine ehrliche Antwort darauf ist inzwischen:

Vermutlich nie.

Und weißt Du was?

Das ist gar nichts Schlechtes.

Denn wenn wir akzeptieren, dass Erschaffen ein Prozess ist, der nie wirklich abgeschlossen ist, passiert etwas Erleichterndes:

Der Druck geht raus.

To-do-Listen enden nicht.
Und das ist okay.

Wir entwickeln uns weiter.
Unser Business entwickelt sich weiter.

Und genau darin liegt ja auch die Lebendigkeit.

Gedanke 5 – Mein Ikigai

Ich habe ein Buch über Ikigai gelesen.

Ein japanisches Konzept, das beschreibt, was das Leben lebenswert macht.

Iki – Leben.
Gai – das, was wertvoll ist.

Und dann kam ein Satz, der mir hängen geblieben ist:

Dein Ikigai sind die Momente, in denen Du die Zeit vergisst.

Ich musste nicht lange überlegen.

Ich vergesse die Zeit beim Schreiben.
Beim Kreativsein.
Beim Entwickeln neuer Ideen.

Und plötzlich wurde etwas ganz klar:

Das ist nicht „nur Arbeit“.

Das ist mein Ikigai.

Gedanke 6 – 11 Lebensweisheiten

Ich habe einen Artikel gelesen, der ziemlich lange an mir knabberte:

Ich habe 100+ Sterbende begleitet. Diese 11 Lebensweisheiten habe ich von ihnen gelernt.

Eine Frage daraus hat sich festgesetzt:

Wenn ich morgen sterben würde – welche meiner heutigen To-dos würde ich dann wirklich noch tun?

Diese Frage ist unbequem.

Und gleichzeitig unglaublich klärend.

Denn sie trennt sehr schnell das Dringende vom Wirklichen.

Nimm Dir gerne selbst mal Zeit, diese Frage für Dich zu beantworten.

Gedanke 7 – Die Show muss weitergehen

Dieses neue Lied von den Toten Hosen begleitet mich gerade immer wieder.

Die Show muss weitergehen

Und besonders diese Zeilen:

Auch wenn du’s grad kaum sehen kannst
Und deinen Augen nicht mehr traust
Sind die Türen heut verschlossen
Geh’n sie morgen wieder auf

Ich glaube, genau darin steckt etwas, das wir im Business immer wieder vergessen.

Es gibt Tage, an denen wir nicht wissen, wie es weitergeht.
An denen Dinge nicht funktionieren.
An denen sich nichts klar anfühlt.

Und unser Kopf versucht sofort, Lösungen zu finden.

Schneller. Mehr. Anders.

Doch vielleicht geht es in diesen Momenten gar nicht um Lösungen.

Sondern um Vertrauen.

Darauf, dass nicht jede Tür dauerhaft geschlossen bleibt.
Darauf, dass sich Wege zeigen – auch wenn wir sie gerade noch nicht sehen können.

Vielleicht ist genau das die leise Stärke im Business:

Nicht immer zu wissen, wie es weitergeht.
Und trotzdem weiterzugehen.

Du möchtest auch Deine 7 Gedanken mit anderen Leisepreneurinnen teilen?

Dann verlinke sie doch gerne in den Kommentaren oder direkt hier:

Über Linda Kunze

Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.

Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.

Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.

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