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Ein Monat vergeht selten so, wie man ihn geplant hat.

(Jedenfalls ist das in meinem Leben der Fall.)

An die großen Ereignisse erinnern wir uns sofort.
Aber die Gedanken, die wirklich etwas bewegen, sind meistens leiser.

Gedanken an der Supermarktkasse.
Beim Fußball.
Im Business.
Und sogar bei einer überraschenden Badezimmerrenovierung.

Ich merke immer wieder: Manche Gedanken setzen sich still neben uns.
Und wenn wir ihnen keinen Platz geben, verschwinden sie wieder zwischen Terminen, Projekten und To-do-Listen.

Deshalb entstehen hier meine 7 Gedanken eines Monats.

Nicht die wichtigsten.
Nur die, die geblieben sind.

Du willst auch bei diesem 7-Gedanken-Rückblick mitmachen?

Dann findest Du hier eine Anleitung inkl. Vorlage.

(Die Du natürlich so anpassen kannst, wie es zu Dir und Deiner Gedankenwelt passt.)

Gedanke 1 – Eine Beobachtung

Vor einigen Tagen bin ich auf einen Blogartikel gestoßen.

Der Titel lautete:

„Die Menschen sind seltsam geworden.“

Und während ich las, dachte ich immer wieder:

Vielleicht hat der Autor (leider!) recht.

Ich schaue die Fußball-EM.

Der Schiedsrichter wird beschimpft.
Teilweise sogar seine Familie.

Den Job übernehmen?

Möchte natürlich niemand.

Kurz darauf lese ich, dass rote Karten nach einem Telefonat mit dem Präsidenten der USA plötzlich wieder zurückgenommen werden. Das kann doch nicht sein!

Ich stehe im Lidl.

Eine zweite Kasse öffnet.

Menschen, die eben noch ganz hinten standen, laufen an allen vorbei.

Obwohl eigentlich jeder weiß, wie eine Warteschlange funktioniert.

Es wird laut über Politik geschimpft.

Aber wählen gehen?

Machen längst nicht alle.

Diese Liste ließe sich wahrscheinlich noch lange fortsetzen.

Und genau das macht mich nachdenklich.

Vielleicht geht es gar nicht darum, dass Menschen seltsamer geworden sind.

Vielleicht sind wir einfach immer schneller geworden.

Schneller im Urteilen.

Schneller im Fordern.

Und gleichzeitig langsamer darin, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen.

Ich wünsche mir manchmal wieder etwas mehr:

Rücksicht.
Geduld.
Und den Gedanken:

Was würde ich an der Stelle des anderen fühlen?

Gedanke 2 – Eine Erkenntnis aus Arbeit oder Business

Dieses Schild hing an einem kleinen Eisladen. Ich musste sofort schmunzeln.

Nicht nur, weil es witzig formuliert ist.

Sondern weil es ein wunderbares Beispiel für gute Kommunikation ist.

Der Eisladen erklärt seinen Kund:innen ganz genau, in welcher Reihenfolge sie ihr Eis bestellen können.

Nicht belehrend.

Nicht streng.

Sondern charmant.

Und plötzlich wird etwas deutlich:

Klare Kommunikation ist kein Einschränken.

Klare Kommunikation macht das Leben leichter.

Für beide Seiten.

Ich habe sofort überlegt, an welchen Stellen ich das auch in meinem Business noch besser umsetzen kann.

Vielleicht bei meinen Kontaktformularen.

Vielleicht auf Verkaufsseiten.

Vielleicht in meinen Newslettern.

Denn wir glauben oft, Menschen bräuchten maximale Freiheit.

Dabei brauchen sie häufig einfach Orientierung.

Gute Kommunikation muss nicht kompliziert sein.

Sie muss den Menschen das Leben leichter machen.

Gedanke 3 – Etwas Persönliches

Ende Juni hat uns hier in NRW die Hitze ziemlich überrascht.

Und ganz ehrlich?

Mir ging es überhaupt nicht gut.

Antriebslos.

Müde.

Und gleichzeitig genervt von mir selbst.

Weil ich nichts geschafft habe.

Bis mir plötzlich ein Gedanke kam.

Vielleicht muss ich an solchen Tagen gar nicht gegen meinen Körper arbeiten.

Vielleicht arbeitet mein Körper gerade für mich.

Er sagt:

Heute ist nicht der Tag für Höchstleistung.

Heute ist der Tag zum Durchatmen.

Ich glaube, wir führen viel zu oft Krieg gegen unsere eigenen Bedürfnisse.

Dabei wäre Selbstfürsorge manchmal einfach nur die Entscheidung zu sagen:

Heute darf es langsamer sein.

Gedanke 4 – Ein Satz, der geblieben ist

Beim versehentlichen Scrollen durch die Nachrichten blieb ich plötzlich an diesem Bild hängen.

Der Eintrag des Kindes ist schon wunderschön.

„Später werde ich mal krass cool Baby und glücklich.“

Wie herrlich ehrlich.

Nicht Ärztin.

Nicht Millionärin.

Nicht Influencerin.

Einfach glücklich.

Und vielleicht haben Kinder genau deshalb oft die besseren Antworten.

Sie fragen nicht:

Welchen Beruf möchtest Du einmal haben?

Sondern vielmehr:

Was macht Dich glücklich?

Doch den Satz, der mich am meisten berührt hat, sprach der Vater des Kindes:

„Denk dran, es kann auch mal was gut ausgehen.“

Ich musste laut lachen.

Weil so viel Wahrheit darin steckt.

Wie oft rechnen wir mit Problemen.

Mit Hindernissen.

Mit Enttäuschungen.

Aber wie selten rechnen wir einfach einmal damit, dass etwas richtig gut ausgeht.

Vielleicht ist genau das eine Haltung, die ich öfter einnehmen möchte.

Gedanke 5 – Etwas, das sich verändert hat

Vor ein paar Wochen ist die zweite Runde unserer Listbuilding-Masterclass gestartet.

Mit Frauen, die ich vorher teilweise überhaupt nicht persönlich kannte.

Und ich staune jedes Mal aufs Neue darüber, wie schnell sich Beziehungen entwickeln können.

Aus einer völlig fremden Frau wird plötzlich jemand, mit dem man fast täglich schreibt.

Ängste werden geteilt.

Erfolge gefeiert.

Unsicherheiten ausgesprochen.

Ich glaube, Beziehungen entstehen nicht durch Zeit.

Sondern durch Ehrlichkeit.

Durch echtes Interesse.

Und durch die Bereitschaft, sich zu zeigen.

Dafür bin ich unendlich dankbar.

Gedanke 6 – Eine Überraschung

Von heute auf morgen wurde ich mit unserer Badezimmerrenovierung überrascht.

Im Februar hatten wir alles ausgesucht.

Dann passierte monatelang nichts.

Und plötzlich kam der Anruf:

„Wir fangen morgen an.“

Überraschung.

Natürlich habe ich mich gefreut.

Aber gleichzeitig dachte ich:

Ein kleines bisschen Vorlauf wäre schon schön gewesen.

Vor allem, weil ich meine Kundentermine ganz anders geplant hätte.

Und plötzlich kam mir ein Gedanke.

Es braucht mehr Puffer im Leben.

Wir alle brauchen sie.

Zeitpuffer.

Geldpuffer.

Kraftpuffer.

Denn ohne Puffer reicht oft schon eine kleine Überraschung und unser ganzes System gerät ins Wanken.

Vielleicht ist Puffer gar kein Luxus.

Vielleicht ist Puffer Selbstfürsorge.

Ich stelle mir vor, wie viel entspannter unser Alltag wäre, wenn wir morgens einfach eine halbe Stunde früher aufstehen würden.

Den Kaffee in Ruhe trinken.

Die Terrassentür öffnen.

Den Vögeln zuhören.

Oder das schlafende Kind noch einen Moment beobachten.

Nicht, um produktiver zu werden.

Sondern, um dem Leben wieder etwas Luft zu schenken.

Gedanke 7 – Eine Frage

In den letzten Jahren war der Sommer für mich oft die Zeit, in der ich voller Ideen in Richtung Herbst geschaut habe.

Welches neue Angebot könnte entstehen?
Welche Aktion möchte ich planen?
Welches Buch könnte ich schreiben?
Was darf noch wachsen?

Und dieses Jahr merke ich, dass sich etwas verändert hat.

Ich möchte den Sommer gar nicht dafür nutzen, ständig darüber nachzudenken, was ich als Nächstes erschaffen könnte.

Viel lieber möchte ich mich fragen:

Was darf gehen?

Denn wenn ich ehrlich bin, ist schon so viel da.

Es gibt wunderbare Kundinnen, wertvolle Kurse, Bücher, Blogartikel, Newsletter, Ideen und Kooperationen. Nicht alles muss ständig erweitert, erneuert oder neu erfunden werden.

Vielleicht liegt Wachstum manchmal gar nicht darin, noch mehr hinzuzufügen.

Vielleicht liegt es darin, mutig Dinge loszulassen, die nicht mehr zu uns passen. Gedanken, die uns klein halten. Aufgaben, die längst keine Freude mehr machen. Verpflichtungen, die wir nur aus Gewohnheit mit uns herumtragen.

Ich habe in den letzten Monaten immer wieder erlebt, wie befreiend es ist, nicht zuerst nach dem nächsten „Mehr“ zu suchen, sondern bewusst Platz zu schaffen.

Denn genau dort, wo etwas gehen darf, entsteht Raum.

Raum für neue Ideen.

Raum für Kreativität.

Raum für Begegnungen.

Und manchmal auch einfach nur Raum zum Leben.

Vielleicht ist genau das die Frage, die ich mit in diesen Sommer nehme:

Was darf ich loslassen, weil eigentlich längst alles da ist, was ich für den nächsten Schritt brauche?

Du möchtest auch Deine 7 Gedanken mit anderen Leisepreneurinnen teilen?

Dann verlinke sie doch gerne in den Kommentaren.

Über Linda Kunze

Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.

Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.

Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.

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