Ein Monat vergeht selten so, wie man ihn geplant hat.
(Jedenfalls ist das in meinem Leben der Fall.)
An die großen Ereignisse erinnern wir uns sofort.
Aber die Gedanken, die wirklich etwas bewegen, sind meistens leiser.
In einem Buch.
In einem Gespräch.
Auf einem Magneten im Supermarkt.
Oder in einer Situation, die zunächst völlig unscheinbar wirkt.
Ich merke immer wieder: Manche Gedanken setzen sich still neben uns.
Und wenn wir ihnen keinen Platz geben, verschwinden sie wieder zwischen Terminen, Projekten und To-do-Listen.
Deshalb entstehen hier meine 7 Gedanken eines Monats.
Nicht die wichtigsten.
Nur die, die geblieben sind.
Du willst auch bei diesem 7-Gedanken-Rückblick mitmachen?
Dann findest Du hier eine Anleitung inkl. Vorlage.
(Die Du natürlich so anpassen kannst, wie es zu Dir und Deiner Gedankenwelt passt.)

Gedanke 1 – Eine Beobachtung
Vor zwei Wochen habe ich das Buch „Die Reise Deines Lebens – Schottland“ von Sandy Mercier / Jule Pieper gelesen.
Dort bin ich über diese wundervollen Zeilen gestolpert:
Egal, ob Du strahlst oder im Schatten stehst – beides gehört zum Himmel. Die Sonne schämt sich nicht zu scheinen.
Ich musste diesen Satz mehrfach lesen.
Und anschließend habe ich mich gefragt, was er mir gerade sagen möchte.
Vielleicht dies:
Wie oft halten wir uns selbst zurück?
Wie oft machen wir unser Licht kleiner, damit sich niemand geblendet fühlt?
Wie oft warten wir auf die Erlaubnis anderer, sichtbar zu werden?
Die Sonne fragt niemanden, ob sie scheinen darf.
Sie tut es einfach.
Und vielleicht dürfen wir das auch.
Auf unsere Weise.
Nicht laut.
Nicht aufdringlich.
Aber sichtbar.
Gedanke 2 – Eine Erkenntnis aus Arbeit oder Business
Einfach anklopfen.
Die letzten Wochen haben mich daran erinnert, wie oft wir uns selbst Geschichten erzählen.
„Die Sandra ist doch viel zu groß.“
„Der Uwe kennt mich doch gar nicht.“
„Die Frau Stade bekommt bestimmt täglich Anfragen.“
Und schon fragen wir gar nicht erst.
Dabei ist die Wahrheit oft viel einfacher:
Wer nicht fragt, hat bereits ein Nein.
In den letzten Wochen habe ich unglaublich viele neue Kontakte geknüpft.
(Durch die motivierten Mädels der Listbuilding-Masterclass habe ich selbst auch wieder mehr neue Menschen angeschrieben als in den Monaten vorher. Die neue Masterclass startet übrigens am 15.06.2026. Hier kannst Du Dich anmelden.)
Es entstanden…
- Newsletter-Swaps.
- Gastartikel.
- Interviews.
- Kooperationen.
Und weißt Du, was mich am meisten überrascht hat?
Wie viele Menschen sich ehrlich gefreut haben, gefragt zu werden.
Deshalb möchte ich Dir heute dieselbe Frage stellen, die ich mir selbst immer wieder stelle:
Wen könntest Du heute einfach mal fragen?
Gedanke 3 – Etwas Persönliches
Verbinden uns Rückschläge stärker als Erfolge?
Diese Frage beschäftigt mich seit einigen Wochen.
Im letzten Monat habe ich in einem Newsletter darüber geschrieben, dass eines meiner Produkte überhaupt nicht gekauft wurde.
Ganz ehrlich:
Ich habe kurz überlegt, ob ich das überhaupt erzählen soll. Ist ja peinlich und sieht so aus, als ob ich´s nicht drauf hätte.
Doch dann habe ich auf „Senden“ geklickt.
Und anschließend passierte etwas Unerwartetes.
Ich bekam so viele Antworten wie selten zuvor.
Wertschätzende Antworten.
Mitfühlende Antworten.
Mut machende Antworten.
Antworten von Frauen, die sich Zeit genommen haben.
Frauen, die sich wiedererkannt haben.
Und plötzlich wurde mir klar:
Perfektion verbindet nicht.
Menschlichkeit verbindet.
Vielleicht brauchen wir weniger Hochglanz und mehr echtes Leben.
Denn zum echten Leben gehören eben auch die Tage, an denen etwas nicht funktioniert.
Gedanke 4 – Ein Satz, der geblieben ist
Wer zum Teufel steht mir im Weg?
Oh, das bin ja ich.
Diesen Spruch habe ich auf einem Magneten im Supermarkt entdeckt.
Am nächsten Tag bin ich tatsächlich noch einmal hingefahren, um ihn zu kaufen.
Denn dieser Satz bringt etwas auf den Punkt, das ich in den letzten Jahren immer wieder gelernt habe.
Es sind selten die anderen.
Nicht die Konkurrenz.
Nicht die Technik.
Nicht die Algorithmen.
Oft sind wir es selbst.
Unsere Zweifel.
Unsere Ausreden.
Unsere Angst.
Das klingt zunächst unbequem.
Ist aber eigentlich eine gute Nachricht.
Denn wenn ich selbst die Ursache bin, dann kann ich auch selbst etwas verändern.
Und genau darin steckt Freiheit.

Gedanke 5 – Etwas, das sich verändert hat
Ich habe begonnen, das Wort „muss“ aus meinem Wortschatz zu verbannen.
Aus:
„Ich muss einen Newsletter schreiben.“
wird:
„Ich darf einen Newsletter schreiben.“
Aus:
„Ich muss arbeiten.“
wird:
„Ich darf arbeiten.“
Klingt klein.
Fühlt sich groß an.
Denn plötzlich wird aus Druck wieder Entscheidung.
Aus Verpflichtung wieder Möglichkeit.
Und ich merke:
Viele Dinge in meinem Leben sind kein Muss.
Sondern ein Geschenk, das ich längst für selbstverständlich gehalten habe.
Gedanke 6 – Eine Überraschung
Mich hat diesen Monat überrascht, wie schnell sich neue Wege zeigen können.
Oft glauben wir, wir müssten erst den kompletten Plan kennen.
Erst wissen, wie alles ausgeht.
Erst Sicherheit haben.
Doch gerade die vielen neuen Kooperationen der letzten Wochen sind entstanden, weil ich den ersten Schritt gemacht habe, ohne den zweiten zu kennen.
Eine Anfrage.
Eine Nachricht.
Ein Gespräch.
Mehr war es nicht.
Und plötzlich öffneten sich Türen, die ich vorher gar nicht gesehen hatte.
Vielleicht ist das eine der größten Überraschungen des Lebens:
Der Weg wird oft erst sichtbar, wenn wir losgehen.
Gedanke 7 – Eine Frage
Seit einigen Tagen benutze ich ätherische Öle, die Fülle, Wachstum und Potenzial unterstützen sollen.
Und nein.
Ich glaube nicht, dass ich durch einen Tropfen Öl morgen Millionärin werde.
Aber etwas anderes passiert jetzt schon.
Beim Auftragen stelle ich mir mein zukünftiges Linda-Ich vor.
Selbstbewusst.
Klar.
Erfolgreich.
Ihren Werten treu.
Und allein diese kleine tägliche Erinnerung verändert etwas.
Sie verändert meine Haltung.
Meine Energie.
Meine Aufmerksamkeit.
Vielleicht entstehen Wunder nicht dadurch, dass wir sie erzwingen.
Sondern dadurch, dass wir ihnen erlauben, überhaupt möglich zu sein.
Vielleicht ist genau das mein Gedanke für die nächsten Wochen:
Wo darf ich den Wundern ein kleines Stück mehr Raum geben?
Du möchtest auch Deine 7 Gedanken mit anderen Leisepreneurinnen teilen?
Dann verlinke sie doch gerne in den Kommentaren.

Über Linda Kunze
Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.
Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.
Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.
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Liebe Linda
«Aus Verpflichtung wieder Möglichkeit.» – das dockt bei mir an. Das muss ich mir merken 😉🤣
Hier meine 7 Juni-Gedanken in ihrer ganzen überraschungsversprechenden Unvollständigkeit.
https://atemsinn.ch/rueckblicke/7-gedanken-juni-2026/
Frohe Sommergrüsse
Susanne
Danke fürs Teilen, liebe Susanne.
Liebe Linda,
die Gewohnheit, 7 Gedanken zu formulieren, hat mich auch im Juni zu einem eigenen Artikel bewogen.
Hier sind sie:
https://www.gabi-kremeskoetter.de/7-gedanken-juni-2026/
Danke für dieses so besondere Format!
Herzlichst
Gabi
Danke, liebe Gabi, dass Du in diesem Monat auch wieder dabei bist.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
Fühl Dich umarmt.
Deine Linda
Liebe Linda,
ein wunderbares Format das du hier geschaffen hast – tausend Dank für die Inspo! Mich hat besonders dein Punkt 3 – Etwas Persönliches mit dem Satz „Menschlichkeit verbindet“ angesprochen … danke, dass du diese Beobachtung mit uns teilst, genau das ist für mich auch Authentizität und ich habe ähnliche Erfahrungen wie du gemacht.
Hier ist der Link zu meinem persönlichen Juni-Rückblick. Er umfasst diesmal „nur“ zwei Punkte, aber diese sind für mich umso mehr mega bedeutsam. https://www.bellavita-coaching.com/retrospektive-juni-2026
Herzliche Grüße
Stella
Liebe Stella,
vielen Dank für Deinen Kommentar und die lieben Worte.
Da werde ich gleich mal in Deinen Juni-Rückblick hüpfen.
Deine Linda
Liebe Linda,
dein Format der 7-Gedanken ist inspirierend. Heute sind die Worte aus mir geflossen wie ein Fluss.
Und „der Weg, der sich erst zeigt, wenn man ihn geht“, bringt meine innere Stimmgabel zum Klingen. Mein Thema in meinen „7-Gedanken“ ist nämlich genauso nebulös. Ich bin im Fluss. Manchmal ist der Fluss schnurgerade, dann mit Stromschnellen besetzt und es ist oft schwer einsehbar, was hinter der nächsten Biegung auf einen wartet. Letztendlich lässt er mich wachsen, zeigen, loslassen. Zumindest in meinen 7 Gedanken zum Juni 2026.
https://wildkrautbraut.de/monatsrueckblick-juni-2026-im-fluss-wachsen-zeigen-loslassen/
Grüne Grüße
Inga
Liebe Inga,
ich danke Dir für Deinen Kommentar.
Und dass Du Deinen Rückblick mit uns teilst. *herzchenaugen*
Alles Liebe zu Dir.
Deine Linda
Liebe Linda,
dieses Format einen Rückblick zu schreiben hat mich sofort angesprochen. Daraus sind meine 7 Gedanken eines Junis mit vielen Zeichen geworden.
Danke DaniEla
https://danielaquabs.de/7-gedanken-2026-06/
Liebe Daniela,
bin sofort auf Deine Seite gehüpft und hab einen Kommentar da gelassen.
Schön, dass Du bei dieser Runde dabei warst.
In Verbundenheit
Deine Linda
Liebe Linda,
das ist ein feines Format und lässt den Monat noch mal auf eine andere Art und Weise Revue passieren, die mir sehr entspricht. Danke für diesen Impuls.
https://katjareetz-visualcoaching.com/rueckblick/7-gedanken-im-juni/
Liebe Katja,
es freut mich sehr, dass Dir dieses Format gefällt.
Gerne tauche ich jetzt in Deine Gedanken ein und hüpfe auf Deine Seite. *hüpf*