Ein Monat vergeht selten so, wie man ihn geplant hat.
(Jedenfalls ist das in meinem Leben der Fall.)
An die großen Ereignisse erinnern wir uns sofort.
Aber die Gedanken, die wirklich etwas bewegen, sind meistens leiser.
Ein Satz aus einem Gespräch.
Eine kleine Beobachtung im Alltag.
Ein Gedanke, der plötzlich auftaucht und sich weigert zu gehen.
Ich merke immer wieder: Manche Gedanken setzen sich still neben uns.
Und wenn wir ihnen keinen Platz geben, verschwinden sie wieder zwischen Terminen, Projekten und To-do-Listen.
Deshalb entstehen hier meine 7 Gedanken eines Monats.
Nicht die wichtigsten.
Nur die, die geblieben sind.
Du willst auch bei diesem 7-Gedanken-Rückblick mitmachen?
Dann findest Du hier eine Anleitung inkl. Vorlage.
(Die Du natürlich so anpassen kannst, wie es zu Dir und Deiner Gedankenwelt passt.)

Dieser Monat fühlte sich an wie ein leises Sortieren.
Zwischen Technik und echten Gesprächen.
Zwischen Geldgedanken und Dankbarkeit.
Zwischen dem Wunsch nach mehr Verbindung und der Erkenntnis, dass manches leichter wird, wenn wir aufhören, alles persönlich zu nehmen.
Und irgendwo zwischen Café-Momenten, Kooperationsideen und holländischen Vorgärten tauchte immer wieder derselbe Gedanke auf:
Wie möchte ich eigentlich leben?
Hier sind meine 7 Gedanken im Mai 2026.
Gedanke 1 – Technik ist und bleibt ein Werkzeug
Mich beschäftigt gerade immer wieder dieser Gedanke:
Technik sollte ein Werkzeug sein, das wir bewusst benutzen.
Und nicht etwas, von dem wir unbewusst benutzt werden.
Eigentlich klingt das logisch.
Und trotzdem ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich „nur kurz“ etwas nachschauen möchte – und plötzlich völlig woanders lande.
Ein Tab hier.
Eine Nachricht dort.
Kurz E-Mails.
Kurz irgendein Artikel.
Und irgendwann merke ich:
Ich bin online.
Aber überhaupt nicht mehr bei mir selbst.
Besonders spannend fand ich dazu diesen Artikel:
https://www.dein-fussabdruck.de/wir-sind-immer-online-und-immer-weniger-bei-uns-selbst/
Ich glaube, Technik ist nicht das Problem.
Aber Bewusstheit schon die Lösung.
Vielleicht brauchen wir gar nicht weniger Technik.
Sondern mehr Momente, in denen wir uns fragen:
Nutze ich das gerade wirklich bewusst?
Gedanke 2 – Mini-Schritte
Ein Satz aus dem Erfolgsjournal Millionärin von nebenan blieb diesen Monat besonders hängen:
„Wissen vergoldet sich im Tun.“
Und uff…
Wie oft konsumieren wir Wissen, ohne wirklich loszugehen?
Noch ein Buch.
Noch ein Podcast.
Noch ein Kurs.
Noch ein Screenshot mit „Das muss ich unbedingt ausprobieren.“
Aber das eigentliche Gold entsteht eben nicht beim Lernen.
Sondern beim Anwenden.
Beim ersten unsicheren Schritt.
Beim Veröffentlichen.
Beim Ausprobieren.
Ich glaube, genau deshalb wachsen manche Unternehmerinnen scheinbar „schneller“ als andere.
Nicht weil sie mehr wissen.
Sondern weil sie schneller bereit sind, mit ihrem Wissen loszugehen und umzusetzen.
Eine Teilnehmerin meiner Listbuilding-Masterclass sagte erst gestern zu mir:
“Es ist spannend zu sehen, dass ich in Deiner Masterclass das erste Mal wirklich in die Umsetzung komme. Diese kleinen überschaubaren Mini-Schritte sind für mich zwischendurch wirklich machbar. Bei anderen Kursen fühlte ich mich schnell erschlagen und meine anderen Business-ToDos blieben sogar liegen. Das ging nicht lange gut. Danke für diese Masterclass.”
Und genau, dass ist es: Mini-Schritte setzen und diese dann Umsetzen und ja, der Erfolg kommt dann von allein.
Deswegen würde ich den Satz leisepreneur-like etwas umformulieren:
„Wissen vergoldet sich im Tun von Mini-Schritten.”
Gedanke 3 – Kleine Momente
Manchmal gibt es Momente, in denen man sich wünscht, die Zeit würde kurz stehen bleiben.
So ein Moment war dieser hier.

Mit meinen drei Lieblingsmenschen im Restaurant draußen sitzen.
Reden.
Lachen.
Einfach gemeinsam Zeit verbringen.
Kein großer Ausflug.
Keine spektakuläre Erinnerung.
Und vielleicht gerade deshalb so wertvoll.
Ich glaube, wir unterschätzen oft, wie sehr uns genau diese kleinen Momente später im Herzen bleiben.
Gedanke 4 – Liegt es an mir?
Ein Gedanke aus dem Buch The Four Agreements hat mich diesen Monat besonders begleitet:
„Nimm nichts persönlich.“
Ein einfacher Satz.
Und gleichzeitig einer, der im Alltag erstaunlich schwer umzusetzen ist. Gerade im Business.
Eine nicht beantwortete E-Mail.
Eine Absage.
Wenig Reaktionen auf einen Beitrag.
So schnell passiert es, dass wir anfangen, Dinge auf uns zu beziehen.
Bin ich nicht gut genug?
War das falsch?
Hätte ich es anders machen müssen?
Und dann habe ich mich erinnert:
Vielleicht hat das alles gar nichts mit mir zu tun.
Vielleicht ist die andere Person gerade einfach mitten in ihrem eigenen Leben.
Mit ihren eigenen Gedanken, Sorgen und Herausforderungen.
Und plötzlich wird es leichter.
Ruhiger.
Nicht alles bewerten zu müssen.
Nicht jede Reaktion als Urteil zu lesen.
Vielleicht ist genau das eine der größten Entlastungen im Business:
Nicht alles persönlich zu nehmen.
Und trotzdem verbunden zu bleiben.
Gedanke 5 – Gemeinsam statt einsam
Ich bin nicht mehr die Linda, die ich noch vor einigen Wochen war.
Und das meine ich im schönsten Sinne.
Durch die Listbuilding-Masterclass gehe ich gerade wieder viel stärker in Verbindung mit anderen Unternehmerinnen.
Es entstehen neue Gespräche.
Neue Ideen.
Neue Kooperationen.
Und ich merke:
Wie sehr mir genau das gefehlt hat.
Dieses gemeinsame Denken.
Dieses gegenseitige Unterstützen.
Dieses „Lass uns zusammen etwas Schönes erschaffen.“
Selbstständigkeit kann manchmal still und einsam werden.
Und gerade deshalb fühlt sich diese neue Verbindung gerade unglaublich wertvoll an.
Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.
Gedanke 6 – Check ans Universum
Der „Check ans Universum“ hat mich diesen Monat überraschend glücklich gemacht.

Und ja… ein kleines Schmunzeln ist definitiv auch dabei.
Aber gleichzeitig hat dieser Gedanke etwas in Bewegung gebracht.
Ich arbeite gerade intensiv an alten Geld-Glaubenssätzen.
Besonders an diesem hier:
„Geld ist nicht so wichtig.“
Und dann las ich plötzlich diesen Satz von T. Harv Eker:
Geld ist äußerst wichtig in allen Bereichen, in denen mit Geld etwas bewirkt werden kann – und äußerst unwichtig in allen Bereichen, in denen man mit Geld nichts ausrichtet.
Dieser Satz hat etwas in mir verschoben.
Denn vielleicht geht es gar nicht darum, Geld überzubewerten.
Sondern Frieden damit zu schließen, dass Geld schlicht ein Werkzeug ist.
Nicht mehr.
Aber eben auch nicht weniger.
Wenn Du den Scheck übrigens selbst ausdrucken möchtest:
https://de.scribd.com/document/534858925/The-Magic-Check-De
Gedanke 7 – Probier´s mal mit Gemütlichkeit
Ende April waren wir in Holland – in Groesbeek.
Und dort ist mir wieder etwas aufgefallen:
Wie viel Liebe, Aufmerksamkeit und Gemütlichkeit viele Holländer in ihr Zuhause stecken.

Nicht geschniegelt perfekt, sondern lebendig.
Pflanzen.
Schöne Ecken.
Gemütliche Sitzplätze.
Man spürt oft sofort:
Hier lebt jemand gerne.
Und genau dieser Gedanke begleitet mich gerade.
Ich bin – dank Die magische Küchenspüle (Herzensbuchempfehlung)- weiterhin dabei, unser Zuhause gründlich zu entrümpeln.
Aber danach möchte ich mich wieder mehr der Gemütlichkeit widmen.
Nicht durch ständiges Neukaufen.
Sondern durch mehr Leben im Zuhause.
Mehr Pflanzen im Garten.
Mehr Atmosphäre (vielleicht auch einen weiteren Sitzplatz im Garten).
Mehr kleine schöne Dinge, die den Alltag weicher machen.
Vielleicht ist genau das mein Gedanke für die nächsten Wochen:
Wie möchte ich wohnen, leben und mich fühlen?
Du möchtest auch Deine 7 Gedanken mit anderen Leisepreneurinnen teilen?
Dann verlinke sie doch gerne in den Kommentaren oder direkt hier:

Über Linda Kunze
Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.
Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.
Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.
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Liebe Linda,
danke für deine 7 Gedanken.
Ojaa, das mit der Technik kenne ich auch zur Genüge … wir nutzen sie selbstverständlich, aber wenn sie dann streikt, ist Holland in Not.
Kämpfe seit Tagen mit meinem Drucker …
Nur nicht unterkriegen lassen,
lach,
mit KREativen Grüßen
Gabi
Liebe Gabi,
keine Angst … unterkriegen lasse ich mich nicht.
Man ist nur meistens daran gewöhnt, dass alles klappt wie am Schnürchen.
Viele Erfolg beim Drucker-Kampf.
Liebe Linda
Ja, das online-Sein und gar nicht bei sich, das kenne ich gut. Im Offline-Leben wie auch vor dem Bildschirm. 🧟💻
Heute habe ich entschieden, meine 7 Gedanken als Zwischenprodukt zu veröffentlichen. Einiges wartet noch. Kommt später. Wer weiss …
https://atemsinn.ch/rueckblicke/7-gedanken-mai-2026/
Dafür gebe ich mir die Erlaubnis und wünsche mir, dass auch andere mehr zeigen, was im Prozess gerade passiert. Auf das schauen, was sich bereits eingefunden hat. Einladung zum Dasein «unterwegs». (Noch) nicht am Ziel, doch deutlich bei sich.
Herzliche Mai-Grüsse
Susanne
Liebe Susanne,
ich finde es großartig Deine 7 Gedanken als Zwischenprodukt zu veröffentlichen.
Das ist eine tolle Idee.
Jedesmal, wenn ein neuer, wichtiger Gedanke aufploppt, darf er einfach nachgetragen werden.
Super. *herzchenaugen*
Viele liebe Mai-Grüße zurück zu Dir.
Deine Linda