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Interview mit Jonas Tietgen

Hand aufs Herz:

Wann hast Du das letzte Mal in Deinem WordPress-Backend nach Updates geschaut?

Heute Morgen? Letzte Woche? Irgendwann im Frühling? Oder möchtest Du an dieser Stelle lieber von Deinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen?

Ich gebe zu: Website-Technik gehört auch für mich zu den Dingen, bei denen ich ziemlich froh bin, wenn sie einfach funktionieren.

Denn während ich sehr gerne an Texten feile, Landingpages optimiere und mir Gedanken darüber mache, wie aus Website-Besucherinnen Kundinnen werden, hält sich meine Begeisterung für PHP-Versionen, Sicherheitsupdates und Malware doch sehr in Grenzen.

Muss sie aber auch gar nicht.

Denn genau dafür gibt es Menschen wie Jonas Tietgen.

Jonas beschäftigt sich schon seit seiner Jugend mit WordPress und hat 2015 mit WP Ninjas sein eigenes Business gegründet. Heute sorgt er vor allem dafür, dass Selbstständige und Unternehmen ihre Websites nicht ständig selbst technisch im Blick behalten müssen.

Ich habe mit ihm darüber gesprochen, warum „Ich mache die Updates irgendwann noch“ keine besonders gute Website-Strategie ist, welche Fehler er auf WordPress-Websites immer wieder entdeckt, was Du tun solltest, wenn Deine Website tatsächlich gehackt wurde – und warum es vollkommen okay ist, sich für die nervigen Dinge im Business einen Ninja zu suchen.

Und natürlich musste Jonas am Ende auch noch durch meine Leisepreneur®-Blitzrunde.

Los geht’s.

Inhaltsverzeichnis

1. Lieber Jonas, stell Dich doch gerne einmal kurz vor. Wer bist Du, was machst Du und warum schlägt Dein Herz ausgerechnet für WordPress?

Moin, sehr gerne!

Mein Name ist Jonas Tietgen, ich wohne am Bodensee sehr nahe der Grenze zur Schweiz und mit wp-ninjas.de habe ich seit 2015 ein Business aufgebaut, um Selbstständigen und KMUs zu helfen, ihre WordPress Websites zu pflegen, zu optimieren und habe hier mittlerweile einen Fokus darauf, diesen Kunden die technische WordPress Wartung abzunehmen.

WordPress und ich haben uns zum ersten Mal getroffen, als ich noch ein Jugendlicher war und für meine Gilde in einem MMORPG (eine Gruppe von Menschen in einem Online-Fantasy-Rollenspiel) eine Website erstellen wollte.

Danach habe ich immer wieder aus Spaß Websites mit WordPress erstellt und mich mit 19 Jahren entschieden, daraus ein Business zu machen. Die Liebe zu WordPress kommt wohl in erster Linie durch die Flexibilität zustande und dadurch, dass es für so ziemlich alle Use Cases Plugins, Codes und Anleitungen gibt, sodass jeder damit arbeiten kann, auch ohne Technik-Hintergrund.

2. Viele Selbstständige schieben das Thema Website-Wartung ewig vor sich her. Warum ist das aus Deiner Sicht ein Fehler? Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn eine Website nicht regelmäßig gepflegt wird?

Je länger man sich nicht mit der Wartung auseinandersetzt, desto höher ist das Risiko für eine kaputte oder infizierte Website. Und natürlich ist das für uns Menschen im (Online)-Business ein großes Problem.

Im schlimmsten Fall wird die Website gehackt, also von Schadcode infiziert und leitet entweder auf Schmuddelseiten weiter, wird einfach gelöscht oder funktioniert nicht mehr; alles keine schönen Szenarien.

Die gute Nachricht ist, dass das so gut wie nie bei Websites passiert, die man regelmäßig im Blick hat und sauber pflegt.

3. Woran erkenne ich eigentlich, dass meine Website gut geschützt ist (oder eben nicht)? Gibt es typische Warnsignale, auf die Unternehmerinnen achten sollten?

Genau hier ist der schwierige Punkt: Man erkennt das in der Regel erst, wenn es zu spät ist und schon etwas passiert ist.

Es gibt allerdings ein sehr wichtiges Warnsignal und das sind die Updates von Plugins, Themes und WordPress. Je seltener Updates gemacht werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eines davon ein wichtiges Sicherheitsupdate ist, das noch nicht installiert ist.

Schaue also am besten mal in dein WordPress Backend rein und prüfe, ob es anstehende Aktualisierungen gibt und führe sie durch.

Allerdings ist das alleine nicht ausreichend, um zu erkennen, ob die Seite sicher ist. Da gibt es noch viele weitere Dinge, auf die man achten muss, unter anderem:

  • einen sicheren Hoster
  • eine aktuelle PHP-Version
  • sichere Passwörter & 2 Faktor-Authentifizierung

Und weitere sehr technische Dinge.

Ja, hier gibt es eine Menge zu beachten, was für die meisten Anwender schlichtweg überfordernd und sehr technisch ist. Du musst das nicht alles selbst verstehen. Wichtig ist nur, dass es jemand im Blick hat.

4. Was sind die drei häufigsten Fehler, die Du bei WordPress-Websites immer wieder siehst? Und welche davon lassen sich in wenigen Minuten vermeiden?

Starten wir bei dem definitiv am häufigsten gemachten Fehler:

Nicht durchgeführte Updates und die Nutzung nicht weiterentwickelter Themes & Plugins. Vor allem die nicht durchgeführten Updates kannst du in wenigen Minuten pro Woche selber beheben, indem du ein Backup anlegst (zur Sicherheit) und dann die Updates durchgeführt.

Viele meiner Kundinnen sind bei einem Anbieter gestartet, den sie möglicherweise aus der TV-Werbung kannten. Das ist kein Fehler, nur haben diese riesigen Massenhoster leider einige Einschränkungen, die spätestens bei auftretenden Problemen noch mehr Nervenchaos verursachen, als sowieso schon oder sogar zum Problem beitragen. 

Das lässt sich zwar nicht in wenigen Minuten ändern, aber ein Umzug der Website zu einem auf WordPress spezialisierten Hoster ist tatsächlich einfacher, als die meisten denken.

Oh und zu guter Letzt werfe ich noch das Installieren von zu vielen Plugins, insbesondere von mehreren Plugins für den gleichen Zweck mit rein. Das ist auch etwas, das ich sehr sehr häufig sehe und ebenfalls etwas, das sich in nicht allzulanger Zeit lösen lässt. Klassiker sind hier beispielsweise verschiedene Plugins, die alle zur Bildoptimierung da sind, oder auch zum Einbau eines Cookie-Banners.

5. Angenommen, meine Website wäre morgen plötzlich gehackt. Was sollte ich als Erstes tun (und was lieber auf keinen Fall)? Ein kleiner „Notfallplan“ für alle, die hoffen, ihn nie zu brauchen.

Zunächst einmal Ruhe bewahren. Das ist meistens eine sehr stressige und nervenaufreibende Situation, aber mit Schnellschüssen wird gerne mehr kaputt gemacht, als gerettet.

Ein Hack kann auch sorgfältigen Menschen passieren, du hast nicht zwingend etwas falsch gemacht.

Da so ein Hack sich häufig technisch tief in die Website setzt, ist der beste Weg, dich mit einer gehackten Website an den WordPress-Profi deines Vertrauens zu wenden. Wenn der das nicht anbietet oder du niemanden kennst, biete ich mich natürlich gerne mit meiner WordPress Malware-Entfernung als Unterstützung an und kümmere mich zum Festpreis darum.

6. Du beschäftigst Dich seit Deiner Jugend mit WordPress. Gab es einen Moment, in dem Du wusstest: „Genau das möchte ich beruflich machen?“ Erzähl uns die Geschichte dahinter.

Tatsächlich kam mir die Idee für WP Ninjas in einem Frankreich-Urlaub am Pool. Ich hatte die Idee, WordPress einfacher und erschwinglicher zugänglich zu machen für Selbstständige, damit sie sich selber um ihre Websites kümmern können, ohne andauernd hohe Kosten durch Agenturen zu haben.

So ist WP Ninjas zunächst als Blog mit 10 Anleitungen rund um WordPress gestartet. In dieser ersten Zeit des Blogs habe ich gemerkt, wie gerne ich Menschen bei ihrer Arbeit mit WordPress unterstütze, und so hat sich WP Ninjas nach und nach zu dem Business entwickelt, das es jetzt ist. 

7. Was macht Dir an Deiner Arbeit heute am meisten Freude? Gibt es einen Moment mit Kund:innen, bei dem Du abends denkst: „Genau deshalb liebe ich meinen Job.“

Am meisten Spaß macht mir die langfristige und häufig jahrelange Zusammenarbeit mit meinen Kunden. Probleme zu lösen, die für meine Kunden große Hürden darstellen oder sie bereits eine Menge Nerven gekostet haben, macht mir große Freude.

Letztens habe ich das tolle Feedback bekommen, dass sich eine meiner Wartungskundinnen “deutlich entlastet” fühlt und sich vollkommen auf ihre Arbeit konzentrieren kann. Genau für diese Ergebnisse habe ich meinen Fokus auf die WordPress Wartung gesetzt und das ist, was mich abends gut schlafen lässt:

Zu wissen, dass meine Kundinnen und Kunden sich auf ihre Arbeit, ihr Business und ihre Leidenschaft fokussieren können, während ich ihnen und ihrer Website technisch den Rücken frei halte.

8. Wenn Du Deinen Laptop zuklappst, womit verbringst Du am liebsten Deine Freizeit? Wie tankst Du neue Energie und was darf in Deinem Leben außerhalb des Business nicht fehlen?

Meine Freizeit ist eine Mischung aus Sport (überwiegend Krafttraining, Tennis & Rennrad), zocken an meiner Playstation und Zeit mit Freunden & Familie.

Der Sport gibt mir Klarheit und Energie, das Zocken die Ruhe und Entspannung und Freunde & Familie helfen mir dabei, einfach nur ich selbst zu sein.

9. Auf Deiner Website schreibst Du, dass Du langfristig denkst und nur empfiehlst, was Du selbst getestet hast. Welche Werte sind Dir in Deinem Business besonders wichtig?

Ich könnte hier jetzt natürlich eine Menge toller Wörter reinwerfen (und im ersten Entwurf habe ich das auch so gemacht), aber das hilft niemandem, mich besser kennenzulernen.

Daher gehe ich lieber auf zwei Werte ein, die mir sehr wichtig sind und einen Unterschied zu anderen Anbietern zeigen:

Transparenz ist mir sehr wichtig, bei mir bekommst du immer ein klares Feedback, was etwas kostet, bevor ich loslege. Und sowohl im privaten Umfeld als auch im Business ist mir Pragmatismus ein wichtiges Anliegen, denn jeder Mensch und jede Website sind anders. Eine passende Lösung für das gleiche Problem kann für zwei unterschiedliche Fälle auch unterschiedlich aussehen, je nachdem, was die Kundin benötigt, welche Mittel vorhanden sind, welches technische Wissen und so weiter.

10. Zum Abschluss: Wenn Du jeder selbstständigen Frau nur einen einzigen Rat für ihre Website mitgeben dürftest, welcher wäre das?

Finde heraus, welche Teile deiner Website du selber gerne und ohne zu großen Zeitaufwand pflegen und bearbeiten kannst und suche dir für die nervigen Dinge einen zuverlässigen Ninja – ähhhh, Dienstleister. 

Und hab kein schlechtes Gewissen dabei, du musst nicht alles selbst können, auch wenn es sich für uns Selbstständige oft so anfühlt 😉

Die Leisepreneur®-Blitzrunde

Kaffee oder Tee?

Früher Vogel oder Nachteule?

Ordnung oder kreatives Chaos?

Welches Buch hat Dich zuletzt begeistert?

Ohne welches Tool könntest Du nicht arbeiten?

Was bringt Dich zuverlässig zum Lachen?

Berge oder Meer?

Dein Lieblingswort?

Über Jonas Tietgen

Jonas Tietgen ist Gründer von WP Ninjas und beschäftigt sich bereits seit seiner Jugend mit WordPress. Seit 2015 unterstützt er Selbstständige und KMUs dabei, ihre WordPress-Websites sicher, schnell und zuverlässig am Laufen zu halten.

Sein Schwerpunkt liegt heute auf der technischen WordPress-Wartung: Updates, Sicherheit, Backups und all die Dinge, die im Hintergrund wichtig sind, aber nicht unbedingt auf Deiner persönlichen „Juhu, darauf habe ich heute richtig Lust“-Liste stehen.

Sein Ziel: Dir technisch den Rücken freizuhalten, damit Du Dich auf das konzentrieren kannst, was Du wirklich gut kannst und gerne machst.

Mehr über Jonas und WP Ninjas findest Du unter wp-ninjas.de.

Über Linda Kunze

Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.

Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.

Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.

Du willst, dass Deine Website von Anfang an wirkt? Dann hol Dir hier die Startseiten-Checkliste für leise Unternehmerinnen mit der Du bis zu +30% mehr Anfragen erzielst – und erfahre, wie sich Deine Wunschkund:innen vom ersten Klick an willkommen fühlen.

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