Der Juni-Anfang hatte es in sich – nur eben leise.
Kein lautes Getöse, aber jede Menge Umdenken: Ich habe mein altes Störgefühl bei Affiliate-Links endlich aufgelöst, in meine Willkommensserie-Zahlen geschaut und mich dadurch vor einer katastrophalen Entscheidung bewahrt, und mitten in einer entspannten Launch-Phase kam dann doch der Sturm in Form von Bohrhämmern, Hitze und einer Badezimmer-Renovierung, die niemand angekündigt hatte.
Wie so oft war es am Ende nicht das laute Marketing, das mich gerettet hat, sondern die leisen Strukturen im Hintergrund.
Hier kommt mein Monatsrückblick Juni 2026.

Negatives Affiliate-Gedankenmonster aufgelöst
Ich hatte lange Zeit ein zwiegespaltenes Verhältnis zu Affiliate-Links. Auf der einen Seite ist es doch super, wenn man Tools, Programme oder Dienstleistungen empfiehlt und dafür eine Gegenleistung bekommt. Auf der anderen Seite nutzen sehr viele Menschen Affiliate-Links für Produkte, die sie nie getestet haben, und wollen einfach nur Geld machen. Deswegen habe ich Affiliate lange Zeit unbewusst sehr kritisch betrachtet.
Auch mein eigenes Affiliate-Programm habe ich nur am Ende eines Kurses kurz erwähnt, aber nie an weiteren Stellen ins Licht gerückt, obwohl ich weiß, dass die Produkte anderen Frauen helfen und ehrliches Empfehlungsmarketing das stärkste Marketing überhaupt ist.
Eine Situation im Juni hat mir dann endgültig die Augen geöffnet:
Affiliate ist etwas sehr Gutes, und wir ehrlichen Frauen sollten vorangehen, damit Affiliate wieder als das gesehen wird, was es eigentlich ist – ein Win-Win-Win.
Ich hatte ein Webinar einer Business-Kollegin in meinen Briefen empfohlen, bei dem letztlich ein Programm angeboten wurde, das ich selbst absolviert und für sehr gut befunden habe. Dieser Brief war der Anstupser für eine Frau, das Produkt zu kaufen.
Die Frau ist glücklich, weil das Produkt sie weiterbringen wird.
Meine Business-Kollegin ist glücklich, weil sie das Produkt verkauft hat.
Und ich war glücklich, weil ich finanziell beteiligt wurde.
Drei Frauen glücklich. Als ich mir dieses Bild innerlich vorstellte, verschwand allmählich das negative Affiliate-Gedankenmonster.
Bereits am nächsten Tag begann ich, mein Affiliate-Projekt auf ein neues Level zu heben:
- Ich habe Affiliate-Links für Programme angefragt, die ich täglich oder wöchentlich im Einsatz habe und sehr schätze.
- Meinen eigenen Affiliate-Guide habe ich um neue Kurse ergänzt und aktualisiert.
- Zusätzlich habe ich noch einen Blogartikel geschrieben, um mein transformiertes, entblocktes Wissen zu teilen. Mit Affiliate nebenbei Extra-Geld verdienen.
Ich wünsche mir, dass auch Dich diese Zeilen zum Nachdenken anregen.
Denn warum sollte nicht nebenbei auch Geld in Deine Tasche fließen dürfen und nebenbei zwei weitere Menschen glücklich gemacht werden?
Meine Willkommensserie ist schlecht
Im letzten Jahr habe ich meine Willkommensserie nach dem Freebie-Download radikal geändert: von 5 E-Mails, die jeweils nach 2–3 Tagen Wartezeit versandt wurden, auf 14 E-Mails, die täglich versandt werden.
Bei Julia, einer anderen Online-Selbstständigen, habe ich so eine 14-Tage-Willkommensserie durchlaufen und mich nach den 14 Tagen dabei ertappt zu denken:
- Hey, ich habe mich wirklich jeden Tag auf diesen Brief gefreut.
- Jeden Tag konnte ich etwas Wertvolles mitnehmen.
- Und innerhalb der 14 Tage hatte sich eine echte Verbindung zu Julia aufgebaut.
Mitte Juni bin ich dann über eine Abmeldenotiz gestolpert, in der stand: „Leider zu viele tägliche Mails. Schade.“
Mein erster Gedanke: Meine Willkommensserie ist doch schlecht. Okay, dann muss ich die Frequenz wohl verringern.
Bevor ich die Reduzierung vorgenommen habe, habe ich aber glücklicherweise doch noch mal in meine Zahlen geschaut. Ich gebe es hier offen zu: Ich bin noch nicht so gut darin, meine Zahlen zu tracken. Irgendwie fehlt mir da noch der Drang zu, obwohl es so verdammt wichtig ist. Doch da ich Verkäufe generiere und ich mit meinen Einnahmen zufrieden bin, schiebe ich dieses ToDo immer weit weg – bis nach Buxtehude.
Also habe ich in ActiveCampaign nachgesehen – und staunte nicht schlecht. Nur zwei Briefe hatten eine Öffnungsquote von 57 % und 58 %, alle anderen lagen über 60 %. Ich habe die Auswertung per KI laufen lassen und so schwarz auf weiß gesehen, welche einzelnen Mails ich noch etwas optimieren kann. Im großen Ganzen aber läuft die Serie richtig gut und das fühlte sich sehr, sehr gut an.
Ich hätte also fast meine überdurchschnittlich gut laufende Serie gekürzt, nur weil eine einzige Frau die täglichen Mails als zu viel empfand. Die vielen lieben Mails, die zwischendurch in mein Postfach eintrudeln und mir für den Input der Willkommensserie danken, hatte ich dezent zur Seite geschoben.
Warum schenken wir negativen Kommentaren / Bewertungen nur immer so eine große Aufmerksamkeit?!

Erst Ruhe, dann Tohuwabohu
Die erste Hälfte des Monats war ruhig, denn mein „Launch“, wenn man ihn so nennen kann, war total entspannt. Ich habe „nur“ Briefe geschrieben. Keine Ads, kein Webinar, kein Workshop – nur Briefe.
Ich bin so glücklich und dankbar, dass dieses leise Vorgehen so effektiv ist. Ich weiß natürlich, dass diese Briefe lediglich der letzte Anstupser waren und mein regelmäßiger Vertrauensaufbau lange, lange vorher stattgefunden hat – aber das ist okay.
Leises Marketing ist vielleicht langsamer, aber viel tiefer und dadurch nachhaltiger.
Am 15. startete dann die 2. Runde mit vielen motivierten Frauen. Herzlich empfangen wurden sie auch von den Frauen der 1. Runde, die weiterhin in der gemeinsamen WhatsApp-Gruppe bleiben dürfen, weil sie den Raum so wertvoll bereichern.
Und ja, dann kam der Sturm.
Neben dem unfassbar heißen Wetter, das mir dieses Mal wirklich zu schaffen gemacht hat, wurde mir von heute auf morgen mitgeteilt, dass die Badezimmer-Renovierung starten würde.

Das hieß für mich: von jetzt auf gleich zahlreiche Kundentermine auf unbestimmte Zeit absagen oder verschieben.
Und wer mich kennt, weiß: Ich verschiebe äußerst ungern Termine. Doch bei Bohr- und Stemmgeräuschen war leider nichts zu machen.
Was mir den Hintern gerettet hat: die Co-Workings.
Denn diese konnten ungestört stattfinden. Vielleicht fragst Du Dich jetzt, wie das möglich ist:
Meine Co-Workings finden leise statt – man könnte auch sagen lautlos. Es wird nur über Chat kommuniziert, und auch nur das Nötigste, nämlich: Was ist Deine Fokus-Aufgabe für diese Stunde? Fragen werden dann im E-Mail- oder Messenger-Austausch nur mit mir allein beantwortet. So kann jede Frau in ihrem Thema Vollgas geben und das klappt super.
Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, wenn ich in meinem Homeoffice vormittags wieder komplett ungestört bin. Ich liebe einfach Stille.
Was im Juni 2026 sonst noch los war
Reiki-Einweihung 1. Grad
Meine liebe Reiki-Lehrerin Sylvia hat mich in diesem Monat eingeweiht. Ein sehr spannendes Erlebnis.

Das erste Leisepreneur®-Magazin wurde veröffentlicht
Ich bin so unfassbar stolz auf dieses Magazin und so dankbar über die vielen wertvollen Beiträge der Mädels. *herzchenaugen*
Hier kommst Du zum einzigartigen Magazin.

Artikel im LEAD-Magazin von Steffi Schmid
Ende des Monats durfte ich noch mit einem Interview ins LEADMagazin der lieben Steffi hüpfen. Ich liebe solche tollen Kooperationen einfach. Auf Seite 50 findest Du mein Interview.

Öle kommen in mein Leben
Seitdem ich die vielen Bücher von Sandy Mercier durchgestöbert habe und die Hauptfiguren darin öfter mal die Öle für sich entdeckt und ausprobiert haben, wollte ich das auch. Seit Juni nutze ich die Öle – und liebe sie.
Neuer, alter Ring
Endlich ist der Ring meiner Mama an meine Fingergröße angepasst worden. Ein silberner Ring mit goldenen Enden.
Wenn ich ihn sehe, darf ich mich nun an folgendes erinnern:
Am Ende wird immer alles zu Gold.

KI-Foto-Kurs
Es kommen mehrmals im Monat Anfragen zum KI-Foto-Kurs, den ich in diesem Blogartikel bewerbe. Leider haben die Anbieterinnen den Kurs komplett aus ihrem Portfolio genommen, weshalb ich ihn nun selbst aufnehmen werde. Er ist so mega genial für Solo-Selbstständige, die einfach kein gutes Gefühl beim Fotografieren haben. Also in den nächsten Monaten kommt der neue Kurs.
Was ich im Juni 2026 gebloggt habe
Ausblick auf den Juli 2026
Der Juli steht für mich unter dem Motto: “Loslassen”
- Badezimmer-Renovierung Teil 2
- und dann Loslassen mit Sommer, Sonne, Kroatien
- und ganz viele tolle WUNDER, liebes Universum!
Du hast auch einen Monatsrückblick geschrieben? Dann verlinke ihn sehr gerne in die Kommentare.

Über Linda Kunze
Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.
Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.
Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.
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