Eine klare Kooperationsseite erklärt Zielgruppe, Formate, Reichweite, Ablauf, Kriterien und zeigt Beispiele. Mit einem Media Kit (Kurzinfos als PDF) und einem klaren Anfrageformular finden passende Partner:innen Dich – ohne Mail-Ping-Pong. *win-win*

Kooperationen sind die ruhigste Abkürzung zu neuen Leser:innen und Kund:innen – ohne Launch-Overkill, dafür mit Vertrauen.

Die Nachricht war freundlich: 

„Wollen wir mal was zusammen machen?“ – und doch blieb alles offen. 

Früher folgten 14 Mails: 

„Was genau? Wann? Für wen? Wie läuft das?“ 

Heute schicke ich einfach den Link zu /kooperation

Dort steht, wer meine Leserinnen sind, welche Formate möglich sind und wie wir Schritt für Schritt vorgehen. 

Ergebnis: weniger Rückfragen, bessere Matches, entspannter Ablauf.

Warum Deine Website eine /kooperation-Seite braucht – ganz ohne Fachchinesisch

Kooperation heißt: 

Zwei Seiten bündeln ihre Kräfte, damit beide profitieren. 

Ohne klare Infos landen Anfragen schnell in der Kategorie „nett, aber unpassend“. 

Mit einer eigenen Seite vermeidest Du genau das. 

Sie wirkt wie ein ruhiger Empfangstresen: 

Hier steht, für wen Deine Inhalte gedacht sind, was Du anbietest und wie der Prozess läuft. 

So sparst Du Zeit, schützt Deine Energie und erhöhst die Qualität der Zusammenarbeit.

Der Einstieg oben: Dein „Hero“-Bereich – was das ist und wie er Dich stärker macht

Der „Hero“ ist schlicht der erste sichtbare Bereich oben auf der Seite

Hier beantwortest Du in zwei, drei Sätzen: 

Für wen ist das gedacht? 

Was ist gemeinsam möglich? 

Und was ist der nächste Schritt?

Beispieltext:

„Kooperationen mit [Dein Name/Brand]: inhaltlich stark, ruhig in der Umsetzung, fair im Austausch. Du erreichst [Zielkund:in, z. B. Solo-Selbstständige im Coaching-Bereich] – ich biete dafür klare Formate ohne Marketing-Lärm.“

Direkt darunter gehört ein Call-to-Action (eine klare Handlungsaufforderung, z. B. ein Button) mit Text wie: „Kooperation anfragen“. 

So weiß Deine Besucherin, was sie als Nächstes tun kann.

Falls es Dinge gibt, die nicht passen (z.B. „keine gekauften Links“, „keine Last-minute-Kampagnen“), nenne sie kurz. 

Das ist kein Abturner, sondern wertvoller Filter.

Zielgruppe & Reichweite – erst Verhalten, dann Zahlen (und was die Zahlen bedeuten)

Starte mit der Psychografie (eine kurze Beschreibung, wie Deine Leser:innen ticken): 

Was mögen sie? 

Wie lernen sie? 

Worauf reagieren sie gut? 

Erst danach folgen 3–4 Kennzahlen, damit Kooperationspartnerinnen die Größenordnung einordnen können.

Hilfreiche Zahlen – kurz erklärt:

  • Newsletter-Größe: Wie viele Menschen erhalten Deine Mails.
  • Öffnungsrate: Anteil der Menschen, die die Mail öffnen (z. B. 45–55 %).
  • Seitenaufrufe/Monat: Wie oft Dein Blog aufgerufen wird.
  • Pinterest-Saves (oder ähnliche Signale): Wie oft Inhalte gemerkt/gespeichert werden.

Beispieltext:

„Meine Leserinnen sind Solo-Selbstständige, die Substanz schätzen und Dinge gern pragmatisch umsetzen. Sie mögen klare Sprache, greifbare Beispiele und freundliche Tonalität.
Reichweite (quartalsweise aktualisiert): Newsletter [Bandbreite], durchschnittliche Öffnungsrate [Spanne], Blog [Monatsaufrufe], Pinterest [Saves/Monat].“

Warum Bandbreiten

Ein ehrlicher Rahmen passt besser als eine punktgenaue Zahl, die morgen schon wieder überholt sein kann.

Kooperationsformate – was möglich ist (mit kurzen Beispielen und Erwartungen)

Es gibt viele Wege. 

Wichtig ist, dass Dein:e Besucher:in sofort versteht, wie jedes Format funktioniert und was am Ende herauskommt.

Gastartikel
Ein Gastartikel ist ein Blogbeitrag auf Deiner Website, geschrieben von der Partner:in. Ablauf: Thema gemeinsam schärfen → kurze Gliederung (Outline) → Text + Lektorat → Veröffentlichung. Erwartung: 1 Haupt-Impuls, 1 klarer Link, keine Hardsells.

Newsletter-Gastbrief
Ein Gastbrief ist ein Beitrag direkt in Deinem Newsletter. Er funktioniert wie ein kurzer, guter Artikel, wird aber per E-Mail verschickt. Rahmen: ca. 700–1.000 Wörter, ein Haupt-CTA, gern Story + konkreter Nutzen.

Leadmagnet-Swap
Ein Leadmagnet ist ein kostenloses, hilfreiches Mini-Produkt (z. B. Checkliste), das Interessierte im Tausch gegen ihre E-Mail erhalten. Beim Swap bewerben beide Seiten jeweils den Leadmagnet der anderen.

Podcast-Interview
30–45 Minuten Gespräch, Fokus auf Umsetzung. Die Shownotes sind der kurze Begleittext unter der Folge mit Links und Stichpunkten. Ideal, wenn Ihr ein Thema vertiefen wollt, das im Blog anklingt.

Case Study (Fallstudie)
Eine kurze, klare Geschichte: Ausgangslage → Vorgehen → Ergebnis → 1–2 Learnings. Wer Inhalte, Tools oder Services bietet, kann hier Wirkung greifbar zeigen.

Cross-Boni & Bundles
Cross-Boni sind kleine Extras für Käufer:innen des jeweils anderen Produkts (zeitlich befristet). Bundles sind Paketangebote: zwei Produkte, ein gemeinsamer Preis für einen begrenzten Zeitraum.

Affiliate-Partnerschaft
Ein Partnerprogramm mit fairer Provision pro Verkauf. Wichtig: transparente Kennzeichnung und klare Auswertung, z. B. monatlich.

Mein Tipp: 

Hebe ein Format als Favorit hervor (z. B. Newsletter-Gastbrief) und führe 3–4 weitere als Optionen.

Weniger Auswahl = schnellere Entscheidungen.

Hier findest Du detailliertere Infos zum Thema Kooperationen finden und den Kooperations-Ideen.

Ablauf & Kriterien – der entspannte Prozess in sieben Schritten

Ein klarer Prozess nimmt Druck raus. 

So könnte er aussehen:

Anfrage über Dein Formular → Kurz-Call (15 Minuten, um das Format und das Ziel abzugleichen) → Briefing (eine kompakte Anleitung, was wichtig ist: Ziel, Ton, Beispiel-Links) → ErstellungFeedbackrunde (eine kurze Schleife) → Go-LiveAuswertung.

Was ich dabei prüfe:

  • Kundenfamilien-Fit (passt das zu meinen Leserinnen?),
  • Themen-Fit (trägt das Thema wirklich etwas bei?),
  • Qualität & Timing (schaffen wir das in Ruhe?).

Media Kit – das kleine PDF, das viel erklärt

Ein Media Kit ist eine kurze PDF (1–2 Seiten) mit allen wichtigen Eckdaten: 

  • Mini-Bio
  • Kundenfamilie
  • Themenschwerpunkte
  • Kennzahlen als Bandbreite
  • 1–2 Fotos/Logos
  • Kontakt

Es ist kein Glitzer-Prospekt, sondern eine sachliche Hilfe für Partner:innen, um schnell Ja sagen zu können. 

Lege einen klaren Button „Media Kit öffnen“ auf die Seite.

Beispiele & Stimmen – leiser Sozialbeweis, der wirkt

Zwei bis drei Mini-Beispiele reichen. 

Nenne kurz das Format, das Thema und ein Ergebnis.

Beispiel 1: 

„Newsletter-Gastbrief mit [Partnerin]: 38 % Klickrate auf das Freebie, 180 neue Kontakte in 10 Tagen.“

Beispiel 2:

„Gastartikel: +1.200 Klicks auf den Leitfaden innerhalb einer Woche, 15 ausführliche Anfragen.“

Dazu ein Zitat (2–3 Sätze): 

Was war angenehm? 

Was hat’s gebracht?

Anfrageformular – die Felder, die Dir echt helfen

Frag nur ab, was Du wirklich brauchst. 

Das hält die Hemmschwelle niedrig und liefert Dir trotzdem ein klares Bild.

Sinnvolle Felder:

  • Name, E-Mail, Unternehmen, Website,
  • Zielgruppe (so konkret wie möglich, gern in einem Satz),
  • gewünschtes Format und ein Arbeitstitel/Hook (die Überschrift-Idee),
  • Zeitrahmen (wann ca.?),
  • Gegenleistung (z. B. Bezahlung, Cross-Bonus, Reichweiten-Tausch),
  • 1–2 Referenzlinks (z. B. zu Artikeln oder Podcast-Folgen).

Kleine Microcopy über dem Formular (Text, der Hürden senkt):

„Je konkreter Dein Thema und Ziel, desto besser kann ich prüfen, ob es für meine Leser:innen passt. Ich melde mich innerhalb von 3 Werktagen.“

Pflege & Sichtbarkeit – damit Deine Seite wirklich arbeitet

Halte Zahlen und Beispiele quartalsweise frisch. 

Verlinke die Seite in der Hauptnavigation oder mindestens im Footer, außerdem von „Über mich“ und passenden Blogartikeln

Wenn Du magst, nutze einen Sticky-CTA (ein mitlaufender Button unten am Bildschirm), der sanft „Kooperation anfragen“ anbietet. 

Und speichere Dir für E-Mails einen Ein-Satz-Hinweis: 

„Alle Details & Anfrage: [deinedomain.de/kooperation].“

Abschluss – der nächste kleine Schritt

Wenn Deine /kooperation-Seite steht, verwandelt sich „Sollen wir mal was machen?“ in einen klaren, freundlichen Prozess

Fang heute mit dem Hero-Abschnitt an, schreib morgen die Formate, und übermorgen stellst Du das Formular live. 

Danach darf die Seite für Dich arbeiten – leise und zuverlässig.

Weiterlesen: 

Dein ergänzender Leitfaden „Kooperationen finden – 11 Ideen & Startpunkte“.

FAQ zur Kooperationsseite

Welche Kooperationsformate sind möglich?

Wie läuft eine Kooperation ab?

Nach welchen Kriterien werden Partner:innen ausgewählt?

Welche Kennzahlen sind sinnvoll anzugeben?

Wie werden Kooperationen rechtlich kenntlich gemacht?

Was gehört in ein Media Kit?

Welche Angaben sollte das Anfrageformular abfragen?

Wie oft sollten Inhalte auf der Kooperationsseite aktualisiert werden?

Über Linda Kunze

Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.

Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.

Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.

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