Kooperationen finden: Für leise Solopreneurinnen die sanfteste Art, Deine Zielgruppe zu vergrößern – mit Gastartikeln, Newsletter-Gastbriefen, Leadmagnet-Swaps, Podcast-Formaten und Cross-Boni. Vielfältig, vertrauensbasiert, wiederholbar.
Kooperationen sind die ruhigste Abkürzung zu neuen Leserinnen und Kundinnen – ohne Launch-Overkill, dafür mit Vertrauen.
Samstagmorgen auf dem Wochenmarkt.
Zwischen Honiggläsern und Brotlaiben steht eine Töpferin mit einem Tisch voller Becher – salbeigrün glasiert, ruhig, schön.
Daneben eine Kräuterfrau, die Tee-Mischungen verkauft:
Schlaf gut, Bauch warm, Kopf klar.
Die Töpferin lächelt scheu, nickt, richtet Becher.
Kundinnen bleiben kurz stehen, streichen über den Rand, gehen weiter.
Die Kräuterfrau lässt die Hände durch die Blätter rieseln, ihr Stand duftet, aber die Tüten bleiben liegen.
Gegenüber steht eine Holzbank.
Leer.
„Setz Dich,“ sagt die Kräuterfrau zur Töpferin in einer Marktpause.
„Lass uns den Tee in Deinen Bechern ausschenken.“
Sie tragen die Bank vor ihre Stände, stellen zwei Becher hin, schreiben mit Kreide auf ein Schild:
„Kleiner Tee. Große Pause. 2 € (und ein liebes Wort).“
Die ersten bleiben stehen.
Eine Schwangere, die seit Wochen schlecht schläft.
Eine Lehrerin, die jeden Morgen drei Brotdosen packt.
Eine Gärtnerin mit Erde unter den Fingernägeln.
Sie setzen sich.
Sie trinken.
Sie reden.
Über Schlaf, Hitze, Kinder, Arbeit, Rücken.
Am Ende kauft die Lehrerin zwei Becher und eine Mischung.
Die Schwangere nimmt eine Tasse als Ritual für ihre Abende.
Die Gärtnerin bestellt vier Becher für den Vereinsraum.
Die Bank bleibt den ganzen Vormittag besetzt.
Die Töpferin und die Kräuterfrau verkaufen mehr – vor allem aber hören sie Sätze wie:
„Danke. Das hat mir gerade gut getan.“
Kooperation fühlt sich genau so an:
Gleicher Ort. Geteilte Bühne. Doppelte Wirkung.
Nicht lauter – echter. *win-win*

Woran Du eine gute Kooperation erkennst
Bevor Du die nächste Einladung losschickst: Gute Kooperationen fühlen sich an wie unsere Markt-Bank – einfach, freundlich, wirkungsvoll. Damit das gelingt, brauchen sie drei klare Merkmale. Keine Raketenwissenschaft, eher Handlauf am Treppenhaus.
Hier ist der kleine Dreifach-Check:
- Sie liefert ein konkretes Ergebnis für die Community Deiner Partner:in (nicht zehn).
- Sie hat eine Bühne und genau eine CTA (kein Link-Strauß).
- Ihr vereinbart einen Messpunkt (UTM-Link, Replies, Termine) – damit Ihr das Format wiederholen oder verbessern könnt. *team-smart*
Mit diesen drei Leitplanken wählst Du gelassen das passende Format – ohne Launch-Hektik, dafür mit Vertrauen. Im nächsten Schritt findest Du 13 praxistaugliche Wege, Deine Bühne zu teilen und Deine Zielgruppe zu vergrößern.
1) Gastartikel-Duo (Du bei ihr, sie bei Dir)
Ihr schreibt je einen ergänzenden Artikel, legt Ziel, Länge und Ton fest und verlinkt klug auf vertiefende Seiten.
Veröffentlichungen liegen maximal zwei Wochen auseinander, beide kündigen im Newsletter an.
Eine Haupt-CTA je Seite verhindert Zerstreuung.
Branchenbeispiele:
Doula & Beckenboden-Physiotherapeutin (Geburtsvorbereitung mental + sanfter Rückbildungsstart)
Finanzcoachin für Solo-Selbstständige & Virtuelle Assistentin (Rechnungsroutine)
Stadtgarten-Expertin & Innenarchitektin (Balkonplan + Platznutzung)
2) Leadmagnet-Swap (Freebie-Tausch)
Jede empfiehlt das stärkste Freebie der anderen – prominent im Newsletter, mit „Für wen geeignet?“ und klarer Nächster-Schritt-Info.
Nach 14 Tagen Zahlen teilen und ggf. dauerhaft auf die Danke-Seite nehmen.
Branchenbeispiele:
Yoga-Lehrerin (7-Min-Atemaudio) ↔ Ernährungsberaterin (Snack-Spickzettel)
Englisch-Coach (E-Mail-Starter-Vorlagen) ↔ Lektorin (Korrektur-Checkliste)
Hundetrainerin (Leinen-Ritual) ↔ Fotografin (Hundefoto-Guide).
Ganz heißer Tipp:
Du kannst auch bei meinem Freebie-Summit teilnehmen.
Das ist eine kostenfreie Listbuildung-Aktion.
Spring einfach auf diese Seite…
3) „Gastbrief“ – eine Newsletter-Ausgabe von ihr/ihm (und umgekehrt)
Eine komplette Ausgabe im Postfach der jeweils anderen – nah, persönlich, vertrauensstark.
Vorab: Ton, Länge, No-Gos, eine CTA.
Am Ende eine Brücke: „Wenn Dir das gefallen hat, hol Dir …“.
Branchenbeispiele:
Schlafcoachin für Babys schreibt bei Hebamme/Doula
Keramikerin schreibt bei Achtsamkeits-Coach („Ritual-Tassen“)
Finanzcoach schreibt bei Business-Mentorin (Umsatz-Basics ohne Stress)
4) Bücher-/Produkt-Regal (ehrlich kuratiert)
Was ist das?
Ein fester Kasten in Blog oder Newsletter, in dem Du regelmäßig 1–2 Dinge empfiehlst, die Deinen Leserinnen heute helfen (Buch, Tool, Mini-Kurs, PDF).
So baust Du es auf:
Name → 1 Satz Wofür heute → 1 Satz „So nutzt Du’s in 10 Minuten“ → Link.
Kein Sammelsurium, max. 2 Empfehlungen pro Ausgabe.
Wirklich ehrlich, keine Werbeshow.
Warum lohnt sich’s?
Es überträgt Vertrauen, spart Deiner Leserin Suchzeit und wird – als gesammelte Archivseite „Regal“ – zum SEO-Langläufer.
Beispiele (ganz konkret):
Stadtgarten-Expertin
- Saatgut-Guide Frühling: „Hilft Dir, drei pflegeleichte Sorten zu wählen.“ In 10 Min: Drei Töpfe planen + Einkaufszettel notieren.
- Kompost-Mini: „So schichtest Du ohne Geruch.“ In 10 Min: Eimer vorbereiten, erste Lage starten.
Pilates-Trainerin
- Mobility-Video Nacken (6 Min): „Löst Bildschirm-Verspannung.“ In 10 Min: Video + 4-Min-Nachspüren.
- Mobility-Video Hüfte (8 Min): „Mehr Beweglichkeit im Sitztag.“ In 10 Min: Video + 2-Min-Atmen.
Englisch-Coach (Erwachsene)
- Modern Email Etiquette – Kurzleitfaden: „Klingt professionell ohne Förmlichkeit.“ In 10 Min: Deine Abschlussformel anpassen.
- Eigenes PDF ‚E-Mail-Starter‘: „5 freundliche Öffner für Kund:innen.“ In 10 Min: Einen Öffner in Deine Vorlage kopieren.
5) Magazin (Co-PDF oder Mini-Web-Mag)
Schlankes, gemeinsames Magazin (10–20 Seiten):
2–3 Beiträge je Partnerin, 1 Interview, 1 Checkliste. Motto, roter Faden, eine Leserinnen-Aufgabe.
Halbjährlich neu, beide hosten & mailen.
Branchenbeispiele:
„Lokale Sichtbarkeit“ (Floristin, Fotografin, Stadtgarten, Texterin)
„Sanft starten“ (Yoga, Ernährung, Resilienz, ADHS-Coach)
„Dein erstes Quartal“ (Finanzen, Orga, E-Mail-Basics, Branding-Mini)
6) Abmelde-Seite mit „Vielleicht passt X von [Partner:in]“
Wer geht, bekommt eine faire Alternative – Service statt Klammern.
Ton warm, kein Druck.
Diese Seite hat oft überraschend gute Klickraten.
Branchenbeispiele:
Englisch-Coach verweist auf „LinkedIn-Kurzprofil-Guide“ der Karriereberaterin
Fotografin auf „Kamera-Angst-frei“ vom Auftritts-Coach
Yoga auf „5-Min-Stress-Reset“ der Resilienz-Trainerin
7) Podcast-Interviewtausch (zwei Perspektiven, zwei Feeds)
Ihr wählt ein klares Thema und nehmt zwei kurze Gespräche auf:
Du interviewst Deine Partnerin, sie interviewt Dich.
Jede Folge erscheint im eigenen Podcast-Feed, so erreicht Ihr beide Communities ohne Extra-Aufwand.
Nutzt eine einfache Struktur:
drei kurze Beispiele aus der Praxis, eine kleine Übung zum Mitmachen und am Ende eine klare Einladung (CTA).
Nehmt mit einem Standard-Tool wie Zoom auf, schneidet nur grob und schreibt Shownotes mit zwei bis drei Deep-Links zu passenden Inhalten.
Lasst die Folgen transkribieren und macht daraus je einen Blogartikel – das zahlt auf SEO ein und verlängert die Wirkung.
Teasert beide Episoden im Newsletter an, wieder mit einer CTA.
So teilt Ihr Bühne und Vertrauen – und jede Seite gewinnt neue, passende Hörerinnen.
Branchenbeispiele:
Hundetrainerin & Tierärztin (Alltag ohne Ziehen)
Innenarchitektin & Möbel-Restauratorin (Erbenstücke retten)
Englisch-Coach & Tech-Übersetzerin (Meeting-Missverständnisse lösen)
8) „Book bites“ – 5-Min-Auszüge im Wechsel
Kurze Lesungen/Audio-Zusammenfassungen mit einer Reflexionsfrage.
Im Newsletter + Blog eingebettet, ohne Hard-Sell.
Branchenbeispiele:
Deine CX-Passage ↔ Lektorin liest „Lesefluss prüfen“
Kräuterpädagogin liest „Bitterschön“ ↔ Ernährung „Appetit & Achtsamkeit“
Musikpädagogin: „Üben in 7 Minuten“.
9) Cross-Bonus: Wer Produkt A kauft, bekommt Bonus B der Partnerin
Klares Zeitfenster (z. B. 14 Tage), ein Bonus, eindeutige Auslieferung (Danke-Seite, Onboarding-Mail #1).
Support-Grenzen vorher klären.
Branchenbeispiele:
Kauf „Urban-Garden-Starter“ → Bonus „Smartphone-Foto-Preset Grün“ (Fotografin)
Kauf „Englisch-E-Mail-Vorlagen“ → Bonus „Stimm-Warm-up“ (Sprechtrainerin)
Kauf „Pilates-Grundkurs“ → Bonus „Rückenfreundlicher Arbeitsplatz“ (Physio)
10) Gemeinsame Preis-Box: Kombi-Paket auf Zeit
Ein Checkout, ein Preis, zwei komplementäre Produkte – mit klarer Nutzen-Liste, Dauer, Start in 24–48 h.
Danach Bundle schließen, Einzelprodukte bleiben.
Branchenbeispiele:
„Hochzeits-Blumen + Papeterie-Starter“ (Floristin + Kalligrafin)
„Balkonstart + Menü-Planer“ (Stadtgarten + Ernährung)
„LinkedIn-Profil + Business-Porträt“ (Karriere + Fotografie).
11) Tool-Seite gemeinsam
Ressourcenseite mit Rubriken (Schreiben, Bild, Audio, Orga).
Zu jedem Tool:
„Wofür? Kleinste sinnvolle Anwendung? Womit kombinieren?“
Halbjährlich aktualisieren, Datum nennen.
Branchenbeispiele:
Lektorin & Texterin (Lesbarkeits-Check, Duden-Plug-in)
Fotografin & Designerin (RAW-Viewer, Mock-ups)
Finanzcoachin & Virtuelle Assistenz (Belege-App, Zeiterfassung)
Fazit – Die Bank vor Deinen Ständen
Kooperation ist die Bank zwischen Deinen Ständen:
ein Ort, eine Geste, ein Ergebnis.
Wählt eine Idee, definiert ein messbares Ziel (z. B. 100 qualifizierte Klicks oder 30 neue Eintragungen), vereinbart eine CTA – und setz innerhalb von 14 Tagen den ersten Schritt.
Danach auswerten, verbessern, wiederholen.
So wird aus „Wir könnten mal…“ ein ruhiges System, das trägt.
Und falls ein Becher kippt: upsi – Ihr füllt nach.
Wichtig ist, dass die Bank stehen bleibt.
„Ich wäre gern Kooperationspartnerin“-Liste
Ich liebe Kooperationen – vielleicht Du auch.
Direkt unter diesem Artikel findest Du eine offene Mr.-Linky-Liste.
Trage Dich einfach mit Name und Website-Link ein.
Mehr braucht es nicht.
Danach könnt Ihr gegenseitig in der Liste stöbern und direkt auf die Websites rüberhüpfen, um Euch kennenzulernen und konkrete Ideen abzuklopfen.
Schreib die andere Frau einfach an.
Denn: Wer nicht fragt, hat schon ein “Nein”!
Tipp für Deinen Link:
Führe am besten auf eine kleine Seite wie /kooperation (oder /partnerin oder /presse).
Dort kannst Du kurz zeigen, wobei Du kooperieren möchtest (z. B. Gastartikel, Podcast, Leadmagnet-Swap) und wie man Dich am schnellsten erreicht.
So finden Euch die Richtigen schneller.
Hier kannst Du Dich jetzt eintragen:

Über Linda Kunze
Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.
Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.
Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.
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