Ein Monat vergeht selten so, wie man ihn geplant hat.
(Jedenfalls ist das in meinem Leben der Fall.)
An die großen Ereignisse erinnern wir uns sofort.
Aber die Gedanken, die wirklich etwas bewegen, sind meistens leiser.
Ein Satz aus einem Gespräch.
Eine kleine Beobachtung im Alltag.
Ein Gedanke, der plötzlich auftaucht und sich weigert zu gehen.
Ich merke immer wieder: Manche Gedanken setzen sich still neben uns.
Und wenn wir ihnen keinen Platz geben, verschwinden sie wieder zwischen Terminen, Projekten und To-do-Listen.
Deshalb entstehen hier meine 7 Gedanken aus dem März 2026.
Nicht die wichtigsten.
Nur die, die geblieben sind.
Du willst auch bei diesem 7-Gedanken-Rückblick mitmachen?
Dann findest Du hier eine Anleitung inkl. Vorlage.

Gedanke 1 – Eine Beobachtung
Mich hat in den letzten Wochen ein Gedanke begleitet, der zunächst ganz unscheinbar auftauchte:
Sollten wir nicht zuerst fragen, was wir weniger brauchen, bevor wir uns damit beschäftigen, wovon wir mehr haben wollen?
Unsere Welt ist voll von Fragen nach „mehr“.
Mehr Erfolg.
Mehr Klarheit.
Mehr Umsatz.
Mehr Energie.
Mehr Zeit.
Doch selten stellen wir uns zuerst die Gegenfrage:
Was brauche ich eigentlich nicht?
Ich glaube, genau darin steckt eine enorme Kraft. Denn jedes „weniger“ schenkt uns etwas, das wir im Alltag oft vermissen: freie Hände.
Freie Hände für das, was wirklich zählt.
Es ist ein bisschen wie mit einem zu schweren Rucksack auf einer Wanderung.
Wenn der Weg anstrengend wird, denken wir oft zuerst:
Ich brauche bessere Schuhe.
Mehr Kondition.
Mehr Energie.
Dabei wäre die erste Frage vielleicht eine andere:
Was trage ich eigentlich alles mit mir herum?
Wenn wir anfangen auszupacken, merken wir plötzlich, wie viel leichter der Weg wird.
Und genau in diesem Moment entsteht wieder Raum für das, was wirklich wichtig ist.
Vielleicht funktioniert Ent-wicklung genauso.
Nicht durch mehr – sondern durch weniger Gewicht.
Gedanke 2 – Eine Erkenntnis aus dem Business
Eine Aussage begegnet mir im Moment immer wieder:
Wenn Du ein Freebie anbietest, bekommst Du automatisch nur Kund:innen, die alles umsonst wollen. Du solltest das unbedingt ändern.
Und jedes Mal halte ich kurz inne.
Nicht, weil mich diese Aussage sofort überzeugt.
Sondern weil ich gelernt habe, dass im Online-Business Dinge manchmal plötzlich kippen können.
Strategien, die jahrelang funktionieren, verlieren irgendwann ihre Wirkung.
Oder sie verändern sich.
Deshalb prüfe ich solche Gedanken.
Innerlich.
Vielleicht kennst Du Byron Katie und ihre vier Fragen:
- Ist das wahr?
- Kannst Du absolut sicher sein, dass es wahr ist?
- Wie reagierst Du, wenn Du diesen Gedanken glaubst?
- Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?
Diese vier Fragen sind für mich ein wunderbarer innerer Kompass geworden.
Denn sie holen uns aus schnellen Business-Meinungen heraus und bringen uns zurück zu etwas viel Wertvollerem: unserer eigenen Erfahrung.
Und meine Erfahrung ist im Moment ganz klar:
Freebies, wie meine Startseite-Checkliste für mehr Kundenanfragen, funktionieren in meiner Leisepreneur®-Welt immer noch sehr gut.
Sie öffnen Türen.
Sie schaffen Vertrauen.
Und sie sind oft der erste Schritt in eine vertraute Verbindung.
Trotzdem bleibt es wichtig, immer wieder hinzuhören.
Gedanke 3 – Etwas Persönliches
Es gibt einen kleinen Moment in meinem Alltag, den ich besonders mag.
Wenn ich vom Laufen zurückkomme. Nicht, weil es vorbei ist, sondern weil ich glücklich bin, dass ich laufen gehen konnte.
Ich bleibe dann manchmal noch einen Augenblick draußen stehen.
Die Luft ist frisch.
Der Körper fühlt sich wach an.
Und mein Kopf ist erstaunlich ruhig.
Es gibt nichts zu entscheiden.
Nichts zu planen.
Nichts zu optimieren.
Nur diesen kurzen Moment zwischen Bewegung und Alltag.
Ich glaube, genau diese stillen Zwischenräume sind oft die Momente, in denen Gedanken auftauchen, die später bleiben.
Vielleicht brauchen gute Gedanken manchmal einfach nur ein bisschen frische Luft.

Gedanke 4 – Ein Satz, der geblieben ist
„When too perfect
lieber Gott böse.“
Dieses Zitat von Nam June Paik habe ich zufällig entdeckt.
Bei einer Teilnehmerin aus Das perfekte Dinner hing es als kleines Schild in der Küche.
Ich musste sofort lachen.
Wie genial.
Wie befreiend.
Dieser Satz bringt etwas auf den Punkt, das ich in meiner Arbeit immer wieder beobachte:
Perfektion macht Dinge oft schwer.
Sie lässt uns warten.
Zweifeln.
Überarbeiten.
Und manchmal verhindert sie genau das, was eigentlich entstehen möchte.
Vielleicht ist „gut genug“ manchmal viel näher an der Wahrheit als „perfekt“.

Gedanke 5 – Etwas, das sich verändert hat
Beim Laufen hat sich etwas in meinem Kopf verändert.
Lange Zeit gab es da diesen einen Gedanken:
Was ist, wenn mich jemand sieht?
Lahme Schnecke.
Mit Tomaten-Gesicht.
Voll peinlich.
Dieser Gedanke war erstaunlich wirkungsvoll.
Er hat mich oft davon abgehalten, überhaupt laufen zu gehen.
Oder er hat dafür gesorgt, dass ich nur zu Zeiten gelaufen bin, zu denen möglichst niemand unterwegs war.
Ich gebe es zu: Ich bin nicht die Schnellste.
Aber ich habe inzwischen verstanden, dass ich das auch gar nicht sein muss.
Ich darf einfach die Linda sein, die in ihrem eigenen Tempo läuft.
Und jedes Mal, wenn ich auf meiner Runde ein bekanntes Gesicht sehe, passiert etwas Lustiges.
Natürlich laufe ich automatisch ein bisschen schneller.
Aber gleichzeitig klopfe ich mir innerlich auf die Schulter.
Weil ich hier bin.
Weil ich dranbleibe.
Weil ich sehe, dass sich etwas entwickelt.
Ich tracke meine Runden.
Meine Zeiten.
Und ich sehe die kleinen Verbesserungen.
Dieses Mal fühlt es sich wirklich anders an.
Nicht wie ein neuer Versuch.
Sondern wie ein echter Shift im Kopf.
Gedanke 6 – Eine Überraschung
Über Sandy Mercier habe ich eine kostenfreie Challenge gestartet, die Challenge Deines Lebens in der es darum geht, das Leben ein wenig auszumisten.
Im Austausch innerhalb der Challenge fiel ein Satz, der mich sofort berührt hat:
Warum sprechen wir eigentlich immer von einem Teufelskreis – aber nie von einem Engelskreis?
Warum gehen wir so selbstverständlich davon aus, dass Dinge sich immer weiter nach unten drehen können?
Warum nicht auch nach oben?
Seit diesem Moment begleitet mich diese Frage.
Vielleicht gibt es tatsächlich so etwas wie einen Engelskreis.
Eine Bewegung, die uns Schritt für Schritt in eine freundlichere Richtung führt.
Eine Entwicklung, die uns nach oben trägt, anstatt nach unten zu ziehen.
Gedanke 7 – Ein Ausblick oder eine Frage
Vielleicht begleitet mich im nächsten Monat genau diese Frage:
Worauf richte ich meinen Blick?
Auf den Teufelskreis.
Oder auf den Engelskreis.
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Über Linda Kunze
Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.
Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.
Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.
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