(K)eine Heldinnengeschichte über leises Marketing, den Mut gegen den Strom zu schwimmen und warum Briefe für mich stärker wirken als soziale Medien.
Okay, dieser Blogartikel soll meine Heldinnenreise beschreiben.
Doch ganz ehrlich:
Ich fühle mich so gar nicht als Heldin.
Eher als normale Frau. Einfach als Linda, die andere Frauen leise anstupst, dass Marketing auch anders gehen kann.
Leise.
Verbindend.
Wertschätzend.
Und dies nicht belehrend, sondern einfach durch das Teilen meiner eigenen Erfahrungen.
Ohne erhobenen Zeigefinger.
Ohne „Du musst nur …“.
Denn ganz ehrlich?
Ich habe selbst viele Umwege genommen. Manche freiwillig. Manche eher mit Karacho gegen die Wand. *autsch*
Wird dies also doch noch eine Heldinnengeschichte?
Das darfst Du am Ende entscheiden. *zwinker*

Die Anfänge: Wie ich 2020 zum leisen Marketing gefunden habe …
… und 1 Jahr später fast den Weg aus den Augen verlor.
In verschiedenen Marketing-Agenturen und Marketing-Abteilungen bin ich immer wieder an meine persönlichen und ethischen Grenzen gestoßen.
Du solltest wissen: Ich bin wirklich seeehr introvertiert.
Ich mag nicht telefonieren.
Small Talk geht gar nicht. *iiihhhh*
Über mich selbst reden? Da bekomme ich sofort rote Bäckchen.
Videos aufnehmen? Wird langsam etwas besser, wenn keiner zuguckt.
Sinnfreie, langweilige Newsletter-Texte schreiben? Fühlt sich für mich an wie trockenes Brot ohne Honig-Senf-Dip.
Und Menschen, die gerade einfach nicht kaufen wollen, mit einem weiteren Anruf zu belästigen? Nein. Wirklich nein.
Wenn ich selbst denke:
„So eine Mail will ich nicht bekommen.“
Oder:
„So einen Anruf würde ich genervt abwimmeln.“
(Oder in meinem Fall: gar nicht erst ans Telefon gehen.)
… dann kann ich das nicht vertreten. Punkt.
Blöd nur, wenn genau das die Vorgaben Deines Chefs sind.
Von 2017 bis schließlich 2020 habe ich für Sarah Lindner gearbeitet.
Und ich habe dort unglaublich viel gelernt. Wirklich.
Wie ich meinen eigenen Schreibstil finden kann, wie Videos mehr Gefühl zeigen, wie ich meine eigenen Stärken finde. (Danke, Sarah!)
Kurz:
Ich habe soviel gelernt, dass ich mich 2020 schließlich getraut habe, mich selbständig zu machen.
Nicht, weil ich plötzlich die lauteste, vor Selbstbewusstsein-strotzende Frau im Raum war oder nicht mehr mit Sarah arbeiten wollte.
Sondern weil ich wissen wollte:
Kann leises Marketing wirklich funktionieren?
Auch für introvertierte Frauen?
Ohne Dauerpräsenz?
Ohne sich jeden Tag ein kleines bisschen selbst zu verlieren?
2020 startete ich also mit leisem Pinterest-Marketing. Und das schlug zunächst ein wie Spaghetti-Eis an einem heißen Sommernachmittag. Pinterest übernahm quasi das Marketing für mich. Das funktionierte wirklich mega. Die ersten Kundinnen kamen zu mir und ich setze zahlreiche Accounts auf. Schließlich gab ich Pinterest-Kurse. Geniale Rückmeldungen trudelten ein.
Und dann …
… änderte Pinterest den Algorithmus.
Und ich merkte: Scheiße, ich bin total abhängig von dieser Plattform.
Die Zahlen fielen gefühlt minütlich nach unten.
Ich suchte Unterstützung bei meinen damaligen Business-Mentorinnen und sie bestärkten mich darin, mit Facebook und Instagram anzufangen. Also machte ich das.
(Heute würde ich sagen: Liebe Linda, warum hast Du nicht auf Dein Bauchgefühl gehört?!?)
Meine Facebook-Gruppe wuchs durch eklige Kaltakquise schnell an. Aber ich verkaufte fast nichts. Alle wollten kostenfreie Tipps.
Und noch schlimmer:
Ich merkte jede Woche stärker, dass ich mich dabei selbst verlor.
Ich hatte ein richtig mieses Gefühl bei dieser Art der Akquise.
Und gleichzeitig konnte ich nicht guten Gewissens weiter etwas verkaufen, das durch den geänderten Pinterest-Algorithmus plötzlich erst viele Monate später Ergebnisse brachte – wenn überhaupt.
Ich kann nur für Dienstleistungen einstehen, hinter denen ich zu 100% stehe.
Woche für Woche spürte ich deutlicher:
Diese asozialen Medien – ja, das ist kein Tippfehler – gehören für mich definitiv nicht zum leisen Marketing.
Jedes Mal, wenn ich Facebook oder Instagram öffnete, hatte ich ein schlechtes Bauchgefühl.
Dieses Gefühl von:
„Du bist nicht genug.“
„Du musst mehr machen.“
„Du musst mehr aus Dir herauskommen.“
„Du bist zu langsam.“
„Du musst heute unbedingt noch eine Story machen.“
„Die anderen sind erfolgreicher.“
Und Pinterest fühlte sich plötzlich auch nicht mehr gut an als Haupt-Dienstleistung.
Was ich durch mein Pinterest-Marketing aber entdeckt hatte:
Meine Liebe zum Schreiben.
(Deswegen: Egal, was Du tust oder anfängst – es hat immer einen Sinn. Manchmal sehen wir diesen nur später.)
Für meine eigene Website hatte ich zahlreiche Blogartikel geschrieben, die ich als Pins auf Pinterest eingestellt hatte. Und Google mochte meine Artikel.
Meine Website-Besucherinnen wurden immer mehr. Und die Menschen kamen nicht mehr nur über Pinterest, sondern immer mehr über Google und Co.
Frauen fanden nicht mehr nur über Pins oder vereinzelte Posts zu mir, sondern direkt über meine Texte.
Nicht über Tänze.
Nicht über Reels.
Nicht über künstlich aufgeblasene Aufmerksamkeit.
Sondern über Worte.
Und das fühlte sich plötzlich wieder nach mir an.
Ich fasste also Mitte 2021 einen Entschluss:
Ich möchte meine Kundinnen zukünftig schreibend gewinnen.
Und wenige Monate später fiel die nächste große Entscheidung.
Warum ich mich 2021 gegen die sozialen Medien entschieden habe
Waaaas??? Du willst Deine Social-Media-Accounts löschen????
Das kannst Du nicht machen …
- Du brauchst Social Media für Dein Business.
- Du gehst unter ohne.
- Dich sieht keiner mehr.
- Lösche niemals Deinen Account, Du wirst es bereuen.
- Es wird bestimmt leichter mit der Zeit.
- blablabla
Aber ich konnte und wollte nicht mehr. Es musste anders gehen.
Im Herbst 2021 habe ich mich komplett von Mark Zuckerberg getrennt. *sorry-mark*
Vorab wurden natürlich alle Frauen aus meiner großen Facebook-Gruppe eingeladen, meine Briefe (Newsletter) zu abonnieren. Was viele Frauen auch taten. Natürlich nicht alle, aber die Free-Content-Loverinnen, die sich eh nur stumpf berieseln lassen wollten, gehören auch nicht zu meiner klugen Kundenfamilie.
Ganz ehrlich, meine Liebe, diese Entscheidung war die bisher wichtigste in meinem Business.
- Ich schenkte mir dadurch selbst viel mehr Zeit, die ich mit Schreiben füllen konnte.
- Ich ließ mich nicht mehr ablenken durch das versehentliche Scrollen durch meinen Feed und das blöde Gefühl “alle anderen sind weiter, besser, erfolgreicher, schneller, hübscher, reicher, intelligenter… als ich” war plötzlich nicht mehr täglich da.
- Ich war nicht mehr abhängig.
- Ich war plötzlich frei.
Was mich am meisten im Nachhinein überrascht hatte:
Ich verkaufte über meine Briefe mit anfänglicher, kleiner Liste (50 Frauen) mehr, als an meine große Facebook-Gruppe (+700 Frauen).
Es kommt eben nicht immer auf die Größe an. *hihi*
Sondern auf Verbindung.
Auf Vertrauen.
Auf echte Worte.
Nicht auf Dauerbeschallung.
Die ersten Schritte mit leisem Marketing und was ich dabei erlebt habe
Social Media war für mich abgeschlossen.
Ich konzentrierte mich auf meine Website und auf Blogartikel.
Und weil ich SEO-mäßig noch besser aufgestellt sein wollte, machte ich nebenbei sogar eine Weiterbildung zur SEO-/SEA-Managerin.
Ich wollte plötzlich überall die perfekte SEO-Quote haben.
100%.
Ich wollte bei Google möglichst weit oben ranken.
Am liebsten überall gleichzeitig.
Und zusätzlich kam dann auch noch Human Design in mein Leben (und Business) gehüpft, das mir auch noch so viele neue Erkenntnisse und Impulse schenkte.
Rückblickend hätte ich allerdings etwas anderes viel stärker in den Fokus setzen sollen: Meine Newsletter-Liste.
Denn im leisen Marketing ist Listbuilding – also der Aufbau Deiner eigenen E-Mail-Liste – das absolute Herzstück.
Nicht Social Media.
Nicht irgendein viraler Post.
Nicht der neueste Marketing-Hype.
Sondern die Verbindung zu Menschen, die freiwillig sagen:
„Ja, von dieser Frau möchte ich mehr lesen.“
Und dabei musste ich erst lernen:
Wir müssen nicht alles allein schaffen.
Es gibt so viele Möglichkeiten, die eigene Liste wachsen zu lassen, wenn wir beginnen zu verstehen, dass Kooperationen kein Konkurrenzkampf sind.
Sondern gemeinsame Wirkungskreise.
Genau deshalb liebe ich heute Dinge wie Summits, Gastartikel, Empfehlungen, gemeinsame Aktionen oder schriftliche Interviews so sehr.
Nicht dieses „höher, schneller, lauter“.
Sondern: „Komm, wir wachsen gemeinsam.“
Und zusätzlich habe ich noch etwas sehr Wichtiges verstanden:
Nicht der perfekt ausgeklügelte Blogartikel auf Google-Seite 1 ist der sichere Verkaufsgarant, sondern die Customer Experience während der gesamten Kundenreise.
Wir müssen Menschen begleiten.
Von A bis Z.
Nicht nur einen tollen Blogartikel schreiben und hoffen, dass daraus automatisch Kundinnen entstehen.
Nicht nur einen Onlinekurs verkaufen und danach:
„Viel Glück und tschüssikowski.“
Sondern präsent sein.
Fragen beantworten.
Verbindung schaffen.
Dankbarkeit zeigen.
Und nein: Eine automatisierte „Danke für Deinen Kauf“-Mail reicht dafür meistens nicht aus.
Menschen erinnern sich nicht nur daran, WAS sie gekauft haben.
Sondern vor allem daran, WIE sie sich bei Dir gefühlt haben.
Und genau daraus entstand später auch meine große Liebe zur Customer Experience.
Was mich leises Marketing seitdem gelehrt hat
Leises Marketing – also Kund:innen schreibend zu gewinnen und echte Verbindungen über Briefe aufzubauen – funktioniert für mich als introvertierte Person nach wie vor am besten.
Doch was mich leises Marketing in den letzten Jahren wirklich gelehrt hat:
Echte, ehrliche und persönliche Geschichten funktionieren immer noch.
Vielleicht heute mehr denn je.
Weil sie Gefühle vermitteln.
Weil sie Nähe schaffen.
Weil sie nicht aufpoliert bis zum geht nicht mehr inklusive Beauty-Filter wirken, wie eine Werbeanzeige aus dem Hochglanzkatalog.
Und weil echte Geschichten Shiny Objects überdauern.
Erinnerst Du Dich noch an den riesigen Hype um Clubhouse?
Eben.
Deswegen ist Listbuilding für mich heute so unglaublich wichtig.
Menschen einzuladen, die Deine persönlichen Gedanken, Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven lesen möchten.
Deine Liste.
Deine Regeln.
Ohne die ständige Angst, dass irgendein Algorithmus oder Mark Zuckerberg Deinen Account morgen spontan zum Mars schießt.
Was mich 2025 dazu gebracht hat, “Listbuilding” als mein Signature Programm anzubieten
Seit 2020 habe ich zig Onlinekurse erstellt.
Doch Ende 2025 wurde mir nach meinem erfolgreichen Geschenke-Summit mit über 80 Frauen etwas sehr klar:
Viele Frauen haben eigentlich schon so einiges aufgebaut.
Die Website steht.
Vielleicht gibt es sogar schon ein Freebie.
Manche haben sogar bereits angefangen Newsletter zu schreiben.
Und dann?
Dann stoppen sie wieder.
Nicht, weil sie unfähig wären.
Sondern weil ihnen niemand gezeigt hat, wie Menschen überhaupt in ihre Briefe hineinhüpfen.
Newsletter landen bei vielen mittlerweile auf der „Oldschool-Liste“.
„Funktioniert nicht mehr.“
„Tot.“
„Macht doch heute keiner mehr.“
Doch ganz ehrlich?
Das ist ein fataler Trugschluss.
Denn während Social Media immer lauter wird, sehnen sich viele Menschen wieder nach echten Worten.
Nach Ruhe.
Nach Verbindung.
Nach Briefen, die sich anfühlen wie ein kleiner Kaffeeplausch statt wie eine Verkaufsrakete mit Countdown-Timer.
Und genau deswegen ist meine Listbuilding-Masterclass entstanden.
Damit Frauen lernen, sich Schritt für Schritt eine eigene, stabile und unabhängige Verbindung zu ihren Menschen aufzubauen.
Ohne Lautstärke.
Ohne Manipulation.
Ohne sich verbiegen zu müssen.
Erst in kleinen Schritten.
Und später – wenn zahlende Kundinnen vielleicht bereits den Kühlschrank füllen – auch mit größeren Projekten wie Kooperationen, Summits oder eigenen Community-Aktionen.
Ich hatte schon mehrere Masterclasses oder Challenges über einen längeren Zeitraum, aber ich spüre, dass die Listbuilding-Masterclass mein Signature-Programm für Leisepreneur® ist. *herzklopfen*
Warum ich mich heute wieder für leises Marketing entscheiden würde
Ich liebe Beständigkeit.
Und ich liebe es nicht, auf jeden neuen Trend aufspringen zu müssen wie ein überdrehter Flummi auf Koffein. *help*
Ich liebe die Vorstellung, still und in sich gekehrt sein zu dürfen …
… und trotzdem sichtbar zu werden.
Durch Worte.
Durch Sätze.
Durch Artikel.
Durch Briefe.
Oder vielleicht sogar durch Bücher.
Da hüpft mein Herz wirklich.
Denn leises Marketing bedeutet für mich nicht:
„Weniger erfolgreich.“
Sondern:
Erfolg auf eine Weise, die zur eigenen Persönlichkeit passt.
Und genau das wünsche ich mir auch für andere Frauen.
Dass sie sich kein Business aufbauen, das sie täglich erschöpft.
Sondern eines, das sie tragen können.
Auch an leisen Tagen.
Warteliste zur Listbuilding-Masterclass
Wenn Du gerade spürst, dass Du Dein Business ebenfalls leiser, verbindender und unabhängiger aufbauen möchtest, dann kannst Du Dich hier auf die Warteliste zur Listbuilding-Masterclass setzen lassen:

Über Linda Kunze
Linda Kunze ist Expertin für leises Marketing, Customer Experience – Strategin und Human Design – Mentorin aus NRW.
Mit ihrem Business Leisepreneur® unterstützt sie solo-selbstständige Frauen dabei, auch ohne Social Media sichtbar und erfolgreich zu sein.
Ihr Fokus liegt auf authentischem Marketing, das leise wirkt, aber tief verankert ist – damit ihre Kundinnen die richtigen Menschen erreichen, ohne sich zu verbiegen.
Du willst, dass Deine Website von Anfang an wirkt? Dann hol Dir hier die Startseiten-Checkliste für leise Unternehmerinnen mit der Du bis zu +30% mehr Anfragen erzielst – und erfahre, wie sich Deine Wunschkund:innen vom ersten Klick an willkommen fühlen.


Liebe Linda, deine Art, Business zu gestalten und zu Leben ist wirklich sehr inspirierend und fühlt sich sehr weiblich an. Auf deine Briefe mit den Geschichten freue ich mich jede Woche.
Alles Liebe, Andrea
Liebe Andrea,
was für ein schöner Kommentar.
Ich danke Dir von Herzen.
Deine Linda